27 April 2026, 14:36

64 Prozent der Deutschen fordern Rückkehr der Vermögenssteuer – Umfrage zeigt breite Zustimmung

Plakat mit dem Text "Die Reichen sollen ihren fairen Anteil bezahlen" vor einem Hintergrund aus Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

64 Prozent der Deutschen fordern Rückkehr der Vermögenssteuer – Umfrage zeigt breite Zustimmung

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen befürwortet laut aktuellen Umfragen die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer. Die Erhebung zeigt zudem eine weit verbreitete Unzufriedenheit mit der Verteilung von Wohlstand im Land. Auch die Unterstützung für höhere Steuern auf große Erbschaften ist gewachsen, wenn auch die Meinungen zwischen den politischen Lagern auseinandergehen.

Laut der Umfrage sprechen sich 64 Prozent der Deutschen für die Rückkehr der Vermögenssteuer aus. Selbst unter den Anhängern der unionsgeführten Mitte-rechts-Parteien stimmen 62 Prozent dem Vorhaben zu. Diese parteiübergreifende Zustimmung erstreckt sich auch auf die Erbschaftssteuer: 61 Prozent aller Befragten befürworten höhere Abgaben auf große Vermögen.

Die Kritik an der aktuellen Vermögensverteilung ist nahezu einhellig. Nur 15 Prozent der Deutschen halten das bestehende System für gerecht, während 81 Prozent es als ungerecht empfinden. Das Gefühl der Ungleichheit ist besonders ausgeprägt in den ostdeutschen Bundesländern, vor allem in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo 90 Prozent der Befragten die Verteilung als unfair bewerten. Ähnliche Unzufriedenheit herrscht auch im Raum Berlin-Brandenburg.

Die Unterstützung für Steuerreformen variiert je nach politischer Ausrichtung. Die Grünen (88 Prozent), die Linke (85 Prozent) und die SPD (78 Prozent) zeigen eine überwältigende Mehrheit für höhere Erbschaftssteuern. Auch in der Union befürworten 64 Prozent die Maßnahme. Unter AfD-Anhängern gibt es jedoch deutlichen Widerstand: 52 Prozent lehnen die Vermögenssteuer ab, 62 Prozent sprechen sich gegen höhere Erbschaftssteuern aus. Dennoch unterstützen 42 Prozent der AfD-Wähler die Vermögenssteuer, während 33 Prozent für eine Erhöhung der Erbschaftssteuer sind.

Die Ergebnisse unterstreichen den breiten öffentlichen Wunsch nach Steuerreformen, die sich auf Vermögen und Erbschaften konzentrieren. Da in fast allen politischen Lagern die Kritik am aktuellen System überwiegt, dürfte der Druck auf eine Reform weiter zunehmen. Die regionalen Unterschiede in der wahrgenommenen Gerechtigkeit deuten darauf hin, dass das Thema besonders in Ostdeutschland ein zentrales Anliegen bleibt.

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