77 Tonnen statt 37: Polizei stoppt extrem überladenen Sattelschlepper auf der A1
Franz-Peter Schacht77 Tonnen statt 37: Polizei stoppt extrem überladenen Sattelschlepper auf der A1
Ein Sattelschlepper, der eine riesige Kabeltrommel geladen hatte, wurde von der Polizei während einer Routinekontrolle auf der Autobahn A1 angehalten. Die Überprüfung fand am Rasthof Dammer Berge West statt, wo Beamte gezielt schwere und übergroße Transporte ins Visier nahmen. Der Lkw, beladen mit aufgewickeltem Stahldraht, weckte sofort Verdacht – sein Gewicht war deutlich zu hoch.
Messungen bestätigten ein Gesamtgewicht des Fahrzeugs von 77,7 Tonnen – und damit fast doppelt so viel wie die zulässigen 37,7 Tonnen. Die Überladung lag bei nahezu 100 Prozent, zudem wurden die Achslasten deutlich überschritten.
Die Behörden stoppten die Fahrt und setzten eine Sicherheitsleistung von 785 Euro gegen den Fahrer fest. Auf das Transportunternehmen kommen nun eine Strafe in gleicher Höhe sowie die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe von über 4.300 Euro zu. Lars Plogmann, Sprecher des Polizeidirektion Osnabrück, warnte vor den schweren Gefahren, die von solchen Verstößen ausgehen. Gleichzeitig kündigte er an, dass ähnliche Kontrollen künftig noch intensiver durchgeführt würden.
Dem Sattelzug wurde die Weiterfahrt untersagt, das Unternehmen muss mit weiteren Sanktionen rechnen. Die Polizei betonte, dass eine konsequente Ahndung von Verstößen oberste Priorität habe, um weitere Verletzungen der Transportvorschriften zu verhindern. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Risiken, die von überladenen Fahrzeugen auf den großen Verkehrswegen ausgehen.






