Aldi Süd streicht 1.250 Jobs – Digitalabteilung besonders betroffen
Christina SorgatzAldi Süd streicht 1.250 Jobs – Digitalabteilung besonders betroffen
Aldi Süd streicht 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr
Die Kürzungen betreffen vor allem die Digitalabteilung Aldi DX, da der Konzern seine IT-Strategie neu ausrichtet. Allein im Technologiebereich fallen über 1.000 Arbeitsplätze weg. Der Handelsriese hatte seine IT-Belegschaft einst auf mehr als 4.000 Mitarbeiter ausgebaut, setzt nun aber im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung auf weniger eigenes Personal und lagert mehr Aufgaben an externe Dienstleister aus.
Die Sparte Aldi DX war im November 2024 gegründet worden, um die technologische Kompetenz des Unternehmens zu stärken und Fachkräfte zu gewinnen. Ihr Kernauftrag bestand im Aufbau eines standardisierten, globalen IT-Systems unter dem Projektnamen AHEAD. Nun trifft es diese Abteilung besonders hart – hier entfällt der Großteil der Stellenstreichungen.
Auch der internationale Einkaufsarm Aldi International Services ist von den Einschnitten betroffen. Zwangskündigungen soll es jedoch nicht geben. Stattdessen erhalten die Beschäftigten Abfindungsangebote, um freiwillige Austritte zu fördern.
Bis November 2025 wird Aldi Süd die Zusammenarbeit mit dem indischen IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS) ausbauen. Das Unternehmen soll die Technologielandschaft des Händlers verschlanken, die Effizienz steigern und die Flexibilität gegenüber Marktveränderungen erhöhen. Die Neugestaltung markiert einen Wandel hin zu einem schlankeren, stärker ausgelagerten IT-Modell. TCS übernimmt dabei eine zentrale Rolle bei der Modernisierung der Systeme von Aldi Süd. Der Konzern erwartet, dass die Änderungen zu einer anpassungsfähigeren und kostengünstigeren IT-Infrastruktur führen.






