Aldi Süd trennt sich vom Luxushotel Öschberghof nach fast 50 Jahren
Franz-Peter SchachtAldi Süd trennt sich vom Luxushotel Öschberghof nach fast 50 Jahren
Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof an die Gustav-Zech-Stiftung
Aldi Süd hat sich darauf verständigt, sein Fünf-Sterne-Hotel Öschberghof an die Gustav-Zech-Stiftung zu veräußern. Das Luxusrefugium am Rande des Schwarzwalds befindet sich seit Mitte der 1970er-Jahre im Besitz des Handelskonzerns. Der Deal steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Kartellbehörden.
Der Verkauf erfolgt im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung von Aldi Süd, das sich wieder stärker auf sein Kerngeschäft im Einzelhandel konzentrieren will. Das Unternehmen bezeichnete den Schritt als Teil umfassender Umstrukturierungs- und Sparmaßnahmen. Für die Gäste und den Betrieb des Hotels ändert sich vorerst nichts.
Der Öschberghof verzeichnete 2024 einen Umsatz von 30,7 Millionen Euro. Laut der neuen Vereinbarung übernimmt die Zech Group die Geschäftsführung und sichert so Kontinuität für Mitarbeiter und Gäste. Der aktuelle Geschäftsführer, Michael Artner, bleibt auch nach dem Eigentümerwechsel in seiner Position.
Die Gustav-Zech-Stiftung ist auf die Hotellerie spezialisiert und hat zugesichert, die hohen Standards des Hauses beizubehalten. Aldi Süd hat den Kaufpreis nicht bekannt gegeben, doch der Abschluss des Geschäfts wird nach Abschluss der regulatorischen Prüfungen erwartet.
Mit der Übernahme durch die Zech Group endet die fast 50-jährige Ära des Öschberghofs unter Aldi Süd. Hotelbetrieb, Personal und Gästeservice sollen stabil bleiben. Nun liegt der letzte Schritt bei den Kartellbehörden, die den Verkauf noch absegnen müssen.






