Anti-Duckface-Tag 2012: Warum ein Comedy-Trio gegen die Kult-Pose kämpft
Christina SorgatzAnti-Duckface-Tag 2012: Warum ein Comedy-Trio gegen die Kult-Pose kämpft
"Duckface"-Trend stößt auf Gegenbewegung
Ein Social-Media-Phänomen namens Duckface – eine Pose mit geschürzten Lippen und eingezogenen Wangen – hat eine Gegenreaktion ausgelöst. Die Anti-Duckface-Bewegung, angeführt vom deutschen Comedy-Trio Y-TITTY, setzt seitdem mit einer jährlichen Aktion ein Zeichen. In diesem Jahr fällt der Anti-Duckface-Tag auf den 22. Juli – und damit auf denselben Tag wie der Pi-Approximation-Day.
Der Begriff Duckface beschreibt eine weitverbreitete Foto-Pose, die vor allem von weiblichen Nutzerinnen auf Plattformen wie Facebook verwendet wird. Kritiker halten den Trend für übertrieben und lächerlich – was schließlich zur Gründung einer Gegenbewegung führte. Im Mittelpunkt steht der Blog antiduckface.com, der Menschen dazu aufruft, auf die Pose zu verzichten.
Der erste Anti-Duckface-Tag fand 2011 statt und mobilisierte rund 21.000 Teilnehmer, die aus Protest ihre Profilbilder änderten. Y-TITTY, das Trio hinter der Kampagne, veröffentlichte sogar eine inoffizielle Hymne auf YouTube, um für die Aktion zu werben.
Die diesjährige Auflage setzt die Tradition fort, die Pose humorvoll zu karikieren und gleichzeitig auf ihre vermeintliche Absurdität aufmerksam zu machen. Unterstützer werden aufgefordert, ihre Duckface-Fotos durch natürlichere Ausdrucksformen zu ersetzen.
Ziel des Anti-Duckface-Tags 2012 ist es, die Beliebtheit des Trends weiter zu verringern. Die Veranstalter hoffen, dass sich noch mehr Nutzer von der übertriebenen Pose abwenden und stattdessen zu weniger aufgesetzten Selfies greifen. Unterdessen wächst die Online-Präsenz der Bewegung durch soziale Medien und den eigenen Blog stetig weiter.






