Berlin dominiert den Sport – nur im Fußball fehlt der große Triumph seit 95 Jahren
Stefan TrubinBerlin dominiert den Sport – nur im Fußball fehlt der große Triumph seit 95 Jahren
Berlin beherrscht den deutschen Sport – nur nicht im Fußball
In fast jeder Hinsicht dominiert Berlin den deutschen Sport – außer im Fußball. Die Teams der Hauptstadt führen in Eishockey, Volleyball, Handball und Basketball, doch im Fußball kämpfen die Vereine um die Spitze. Zwar sicherte sich Union Berlin den Klassenerhalt in der Bundesliga, doch der letzte große Fußballtitel der Stadt liegt fast ein Jahrhundert zurück.
Das Volleyball-Team BR Volleys holte mit einem Sieg in Lüneburg die zehnte Meisterschaft in Folge. Rund 50 mitgereiste Fans feuerten die Mannschaft an, als sie den nächsten Titel einfuhr. Auch die Handballer der Füchse Berlin erreichten das Halbfinale der Champions League und trugen so zum sportlichen Erfolg der Hauptstadt bei.
Auf dem Eis krönte sich Berlins Eishockey-Team zum fünften Mal in sechs Jahren zum nationalen Meister. Die Basketballer von Alba Berlin bereiten sich unterdessen auf die Bundesliga-Playoffs vor und halten die Siegesserie der Stadt am Laufen. Doch im Fußball sieht die Bilanz anders aus.
Hertha BSC, einst eine Fußball-Großmacht, gewann seinen letzten Ligatitel 1931 – vor 95 Jahren. Ein Wiederaufstieg in die Bundesliga bleibt unwahrscheinlich, sodass Union Berlin als einziger Erstligist übrig bleibt. Doch selbst der Klub entging nur knapp dem Abstieg und ist weit davon entfernt, um Titel mitzuspielen. Die Bundesliga ist unter den europäischen Top-Ligen eine Ausnahme: Die Hauptstadt hat im Fußball kaum Gewicht.
Berlin glänzt mit Erfolgen in Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey. Doch im Fußball bleibt die Stadt ein Schatten ihrer Vergangenheit. Ohne einen großen Titel seit fast 100 Jahren geht die Bundesliga weiter – ohne einen dominierenden Hauptstadtklub.






