Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung und Gedenkfeier
Berlin ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit feierlicher Zeremonie
Am Mittwoch wird Berlin der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer mit einer offiziellen Gedenkveranstaltung gedenken. Zudem erhält der Platz vor dem Abgeordnetenhaus ihren Namen. Unterdessen befassen sich die Abgeordneten mit den Maifeierlichkeiten vom 1. Mai, bei denen Dutzende festgenommen und über 100 Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden.
Der Tag beginnt um 9:00 Uhr mit einer Ehrung im Plenarsaal. Der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wird eine Rede zu Friedländers Ehren halten. Im Anschluss an die Feierlichkeiten wird eine neue Namensplatte für den Margot-Friedländer-Platz enthüllt.
Das Abgeordnetenhaus tritt anschließend um 11:00 Uhr – eine Stunde später als üblich – zu einer Sitzung zusammen. Dabei wird über die Kundgebungen und Feiern zum 1. Mai debattiert. Zwar verliefen die meisten Veranstaltungen friedlich, die Polizei registrierte jedoch rund 120 mutmaßliche Straftaten.
Dazu zählten Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und sexuelle Belästigungen. Mehrere Dutzend Personen wurden im Laufe des Tages vorläufig festgenommen.
Die Umbenennung des Platzes und die parlamentarische Debatte folgen auf einen Tag mit gemischter Bilanz. Die Behörden ermitteln weiterhin wegen der Vorwürfe vom 1. Mai. In der Sitzung soll erörtert werden, wie künftige Feiern besser gesteuert werden können.






