Berlin feiert Newroz mit Tradition, Widerstand und kultureller Vielfalt
Stefan TrubinBerlin feiert Newroz mit Tradition, Widerstand und kultureller Vielfalt
Berlin bereitet sich auf bunte Newroz-Feiern in der ganzen Stadt vor
Das Fest, das weltweit von rund 300 Millionen Menschen begangen wird, findet an bedeutenden Orten wie dem Humboldt Forum, dem Haus der Kulturen der Welt und dem Oranienplatz statt. Die meisten Veranstaltungen sind kostenlos und bieten traditionelle Tänze, Musik sowie Gespräche über die Bedeutung des Festes in schwierigen Zeiten.
Das Humboldt Forum veranstaltet Newroz erstmals in Zusammenarbeit mit sieben Berliner Vereinen, um kurdische, usbekische, iranische und afghanische Traditionen zu präsentieren. Besucher können an Workshops zur Drachenherstellung, Eierbemalung und Tanz teilnehmen. Die Einbindung des Forums ist bemerkenswert, da Newroz in Ländern wie dem Iran und Afghanistan oft verboten wird.
Im Haus der Kulturen der Welt hat Kuratorin Ava Irandoost ein Programm mit Fokus auf persischer Kultur und Künstlerinnen gestaltet. Die Veranstaltung verbindet klassische Musik mit kurdischem Rock und spricht damit ein breites Publikum an. Eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Nowruz zwischen Schmerz und Hoffnung: Iranische und afghanische Perspektiven" beleuchtet, wie Menschen trotz Unterdrückung an ihren Traditionen festhalten.
Newroz (oder Nowruz) bleibt ein mächtiges Symbol des Widerstands im Iran, wo es fast 50 Jahre staatlicher Unterdrückung trotzt. Das Feuerfest, bei dem Menschen über Flammen springen, um den Frühling zu begrüßen, zählt zu den vielen Bräuchen, die trotz Verboten weitergelebt werden. Offiziell anerkannt in elf Ländern – darunter der Iran, Afghanistan und Teile des Irak – vereint das Fest vielfältige Gemeinschaften im Feiern.
Die Berliner Feierlichkeiten finden an mehreren Orten statt, vom Oranienplatz bis zum Gorki Theater. Der kostenlose Eintritt ermöglicht breiten Zugang zu kulturellen Darbietungen, Diskussionen und traditionellen Aktivitäten. Die Veranstaltungen zeigen sowohl die tiefen Wurzeln des Festes als auch seine anhaltende Rolle als Akt des Widerstands in Regionen, in denen es unterdrückt wird.






