Berliner Rolltreppen-Ärger: Warum Linkssteher die Geduld auf die Probe stellen
Franz-Peter SchachtBerliner Rolltreppen-Ärger: Warum Linkssteher die Geduld auf die Probe stellen
In seiner neuesten Kolumne Treffer der Woche nimmt David Grunwald ein bekanntes Berliner Ärgernis ins Visier: die Linkssteher auf Rolltreppen. Der sichtlich genervte Autor kritisiert all jene, die die schnelle Spur blockieren, indem sie links stehen bleiben – ein ungeschriebenes Tabu in der Hauptstädter Nahverkehrskultur.
In Berlins Rolltreppen gilt eine inoffizielle Regel: Rechts stehen, links gehen. Grunwald argumentiert, dass diejenigen, die diese Konvention ignorieren – von ihm als Linkssteher bezeichnet – unnötige Verzögerungen für eilige Fahrgäste verursachen. Er vergleicht die Rolltreppe mit anderen Verkehrssystemen, in denen Effizienz in einer Stadt, in der alle – oder zumindest alle so tun – ständig unter Zeitdruck stehen, entscheidend ist.
Sein Ärger erreicht den Höhepunkt, wenn er das Aufeinandertreffen von Hektik und Gleichgültigkeit auf den bewegten Stufen beschreibt. Statt sich anzupassen, schlägt er vor, die Linkssteher sollten doch einfach die normalen Treppen nehmen. Die auf Schlager Radio (106,0 FM) ausgestrahlte Kolumne lässt wenig Raum für Verständnis für jene, die den Verkehrsfluss ausbremsen.
Grunwalds Tirade wirft ein Schlaglicht auf eine kleine, aber hartnäckige Frustration im Berliner Alltag. Angesichts des schnellen Tempo der Stadt können selbst geringe Hindernisse wie Linkssteher auf Rolltreppen die Geduld auf die Probe stellen. Seine Lösung – wer sich nicht an die ungeschriebenen Regeln halten will, soll die Treppe zu Fuß nehmen – bietet eine schroffe, aber klare Abhilfe.






