Brandenburgs Koalition verliert nach 100 Tagen massiv an Rückhalt in der Bevölkerung
Claire MühleBrandenburgs Koalition verliert nach 100 Tagen massiv an Rückhalt in der Bevölkerung
Brandenburgs SPD-CDU-Koalition steht nach knapp 100 Tagen im Amt vor wachsender Unzufriedenheit
Die Zustimmung in der Bevölkerung ist deutlich gesunken: Nur noch 28 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden. Eine aktuelle Umfrage offenbart weitverbreitete Skepsis, ob die Koalition ihre zentralen Versprechen einlösen kann.
Laut der Erhebung sind 62 Prozent mit der Regierung unzufrieden. Besonders kritisch wird die Bildungspolitik gesehen: 62 Prozent erwarten keine Fortschritte, nur 27 Prozent hoffen auf Verbesserungen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verzeichnet ebenfalls einen Rückgang seiner persönlichen Beliebtheit – von 48 Prozent im Dezember auf nun 46 Prozent.
Trotz des Vertrauensverlusts sprechen sich 57 Prozent der Befragten dafür aus, dass Woidke bis zur Landtagswahl 2029 im Amt bleiben soll. Würde jetzt gewählt, läge die AfD mit 37 Prozent bei ihrem besten Ergebnis aller Zeiten. Die SPD käme unverändert auf 22 Prozent, die CDU würde auf 12 Prozent fallen. Die Linke könnte mit plus drei Punkten auf 12 Prozent zulegen, während das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und aus dem Landtag ausscheiden würde.
Die Umfrage spiegelt zwar die aktuelle Stimmung wider, sagt aber nichts über künftige Wahlergebnisse aus. Die Schwierigkeiten der Koalition und die verschobenen Kräfteverhältnisse zwischen den Parteien verdeutlichen eine Phase der Unsicherheit in Brandenburgs Politiklandschaft. Die Unterstützung für die Regierung bleibt gering – die meisten Bürger sind von der bisherigen Ausrichtung nicht überzeugt.
