Bundespolizei droht Ausrüstungsnot: Körperkameras fallen aus
Bundespolizei droht Engpass bei Körperkameras
Die deutsche Bundespolizei könnte bald nicht mehr genug funktionierende Körperkameras zur Verfügung haben. Der Grund ist eine gescheiterte Ausschreibung für neue Geräte, wodurch Beamte Gefahr laufen, wichtige Ausrüstung zu verlieren. Die Kameras sind entscheidend, um in aggressiven Situationen Beweismaterial aufzuzeichnen und Konflikte zu entschärfen.
Die Polizei hatte 5 Millionen Euro für 2.500 neue Körperkameras eingeplant, mit der Option auf weitere 1.500 Geräte. Doch das Vergabeverfahren scheiterte, nachdem zusätzliche Anforderungen – etwa austauschbare Akkus – hinzukamen. Einige Modelle mussten zudem mit den bereits vorhandenen Tasern der Polizei kompatibel sein.
Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung für die alten Kameras einzustellen. Dadurch stünde die Bundespolizei ohne funktionierende Ausrüstung da. Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), warnt vor dem drohenden Mangel. Die Behörden hoffen nun, dass der Hersteller die Wartung verlängert – doch das würde Millionen kosten.
Ohne schnelle Lösung könnte die Bundespolizei Lücken bei der Beweissicherung und der Sicherheit der Beamten riskieren. Das Bundesinnenministerium wird aufgefordert, umgehend zu handeln, um die Krise abzuwenden. Eine Verlängerung der Unterstützung oder die Beschaffung neuer Geräte bleibt der einzige Weg, um einen Engpass im kommenden Jahr zu vermeiden.
