Caritas fordert Pflicht für klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte
Christina SorgatzCaritas fordert Pflicht für klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte
Die Caritas hat die Bundesregierung aufgefordert, klimafreundliche Heizsysteme in Mietwohnungen verbindlich vorzuschreiben. Die Wohlfahrtsorganisation argumentiert, dass die stark gestiegenen Energiepreise einkommensschwache Haushalte besonders hart treffen. Ein Umstieg auf nachhaltige Heizlösungen würde die Kosten senken und die Abhängigkeit von ausländischem Öl verringern, so die Organisation.
Haushalte mit einem Monatseinkommen unter 1.300 Euro geben derzeit rund 10 Prozent ihres Einkommens für Heizenergie aus. Demgegenüber wenden Haushalte mit einem Einkommen von über 5.000 Euro weniger als die Hälfte dieses Anteils auf. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa betonte, dass moderne, auf erneuerbaren Energien basierende Systeme Mietern stabile und langfristig kalkulierbare Heizkosten bieten könnten – bei gleichzeitiger Entlastung der Umwelt.
Die Caritas setzt sich zudem für eine stärkere Unterstützung bedürftiger Familien ein. Vorgeschlagen werden unter anderem der Ausbau von Energieberatungsangeboten und die Vereinfachung des Zugangs zu staatlichen Hilfen wie dem Wohngeld. Bisher gibt es jedoch keine genauen Zahlen dazu, wie viele Mietwohnungen in Deutschland bereits über klimafreundliche Heizungen verfügen.
Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen neue Heizungsanlagen ab 2026 zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Spezifische Vorschriften, die Vermieter verpflichten, bestehende Mietobjekte mit grünerer Technik nachzurüsten, gibt es jedoch noch nicht.
Die Caritas ist überzeugt, dass eine Pflicht zu klimafreundlichen Heizungen in Mietwohnungen die Nebenkosten senken und Mieter vor den schwankenden Preisen fossiler Brennstoffe schützen würde. Zudem würde dieser Schritt zu Deutschlands allgemeinem Vorhaben passen, die Energiewende voranzutreiben. Ohne neue Regelungen könnten jedoch viele Mieterhaushalte weiterhin mit hohen Energieausgaben belastet bleiben.






