CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Absprache-Vorwürfe nach umstrittenem Treffen
Claire MühleCDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Absprache-Vorwürfe nach umstrittenem Treffen
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, zurückgewiesen. Er nahm Stellung zu der Kontroverse, nachdem ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung eine öffentliche Debatte ausgelöst hatten. Heuer bezeichnete die Aufnahmen als irreführend und betonte, sie vermittelten ein verzerrtes Bild des Gesprächs zwischen den beiden Politikern.
Heuer sprach von einem „Dilemma“ für seine Partei: Die AfD sei zwar als demokratisch gewählte Fraktion im Parlament vertreten, werde in der Region jedoch als rechtsextrem eingestuft. Gleichzeitig müsse die CDU mit ihr in sachpolitischen Fragen zusammenarbeiten – stets unter Einhaltung der parlamentarischen Regeln.
Er wies Bedenken hinsichtlich der Herkunft von parlamentarischen Mehrheiten zurück. Aus seiner Sicht solle die Qualität eines Antrags nicht davon abhängen, wer ihn unterstützt. Die inhaltliche Richtigkeit ändere sich nicht aufgrund politischer Ausrichtung, so Heuer.
Der CDU-Politiker kritisierte zudem die mediale Fokussierung auf den Vorfall. Diese habe wichtige Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel in den Hintergrund gedrängt. Zwar räumte Heuer ein, dass die Begegnung missverstanden werden könne, doch lasse er sich dadurch nicht in seinem Handeln einschränken.
Heuer betont, die CDU werde die AfD inhaltlich weiterhin ablehnen, dabei aber demokratische Spielregeln einhalten. Er bekräftigte sein Engagement für die Bewältigung zentraler regionaler Herausforderungen – unbeeindruckt von der aktuellen Diskussion.






