19 March 2026, 10:51

CDU/CSU fordern höhere Kilometerpauschale wegen explodierender Spritpreise in Deutschland

Demonstranten mit einem Banner mit der Aufschrift "Kein Grund zu Feiern" gegen deutsche Sparmaßnahmen, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Gewerkschaftsfraktion fordert höhere Kilometergeldzuschläge aufgrund höherer Kraftstoffpreise - CDU/CSU fordern höhere Kilometerpauschale wegen explodierender Spritpreise in Deutschland

Die Arbeitnehmerflügel von CDU und CSU fordern höhere Kilometerpauschalen, um Beschäftigten bei den stark gestiegenen Spritpreisen entlasten zu können. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kraftstoffkosten in Deutschland seit Monaten deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll nun im Bundestag beraten werden.

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Zwischen dem 23. Februar und dem 9. März 2026 stiegen die Dieselpreise in Deutschland um 44 Prozent, während Superbenzin um 29 Prozent teurer wurde. Damit lagen die Erhöhungen deutlich über den EU-weiten Durchschnittswerten von 29 Prozent bei Diesel und 16 Prozent bei Superbenzin, wie aus Zahlen der EU-Kommission hervorgeht. Deutsche Kraftstoffe sind mittlerweile deutlich teurer als in den Nachbarländern: Im Februar kostete Super E10 hierzulande 1,76 Euro pro Liter, Diesel 1,72 Euro – und damit deutlich mehr als in Polen, Tschechien oder Österreich, wo Preisobergrenzen die Kosten bei etwa 1,50 bis 1,55 Euro pro Liter halten.

Als Reaktion schlagen die Arbeitnehmergruppen von CDU und CSU eine Anhebung der steuerfreien Kilometerpauschale für dienstliche Fahrten vor. Derzeit liegt diese bei 30 Cent pro Kilometer; der geplante Anstieg auf 38 Cent soll nicht nur den täglichen Arbeitsweg, sondern alle beruflich bedingten Fahrten abdecken. Zwei rechtliche Wege werden diskutiert: Entweder eine Änderung des Bundesreisekostengesetzes oder eine Anbindung der Pauschale an den bereits höheren Pendlerpauschalsatz.

Zusätzlich wird ein steuerfreies Mobilitätsgeld vorgeschlagen, das über Tarifverhandlungen ausgehandelt werden könnte und gezielt Beschäftigte mit besonders hohen Fahrtkosten entlasten soll. Der Bundestag wird zudem über weitergehende Maßnahmen beraten, darunter Beschränkungen für tägliche Preiserhöhungen an den Tankstellen sowie verschärfte Kartellregeln, um überhöhte Preise einzudämmen.

Sollten die Pläne verabschiedet werden, würden sie Arbeitnehmern mit hohen Spritkosten spürbar entlasten. Die anstehende Bundestagsdebatte wird zeigen, ob die Kilometerpauschale tatsächlich steigt und wie weitere Maßnahmen die Kraftstoffpreise stabilisieren könnten. Das Ergebnis könnte Millionen Beschäftigte direkt betreffen, die für ihre Arbeit auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen sind.

Quelle