Dermapharm kauft Aktien zurück, um stagnierenden Börsenkurs zu stabilisieren
Franz-Peter SchachtDermapharm kauft Aktien zurück, um stagnierenden Börsenkurs zu stabilisieren
Dermapharm schließt Aktienrückkaufprogramm ab, um Kurs nach Jahren der Stagnation zu stützen
Der Pharmaziekonzern Dermapharm hat ein Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen, um seinen Börsenkurs nach einer Phase der Stagnation zu stabilisieren. Das Unternehmen bot den Aktionären 42 Euro pro Aktie – ein Aufschlag von 10 Prozent auf den damaligen Marktpreis. Der Schritt folgt einer Zeit wechselhafter Entwicklungen, die sowohl pandemiebedingte Höchststände als auch aktuelle Herausforderungen im Reimportgeschäft umfasste.
Dermapharm ging 2018 an die Börse, wobei Gründer Wilhelm Beier knapp 80 Prozent der Anteile behielt. Während der Pandemie kletterte der Aktienkurs zeitweise auf bis zu 90 Euro, begünstigt durch die Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. In den vergangenen drei Jahren blieb der Kurs jedoch weitgehend seitwärts.
Zum Konzern gehören mittlerweile mehrere bedeutende Marken wie Anton Hübner, Euromed sowie eine Beteiligung an Wellster Healthtech. Durch Übernahmen – darunter Strathmann, Allergopharma, Arkopharma, C3 und Mucos – hat das Unternehmen seine Marktpräsenz weiter ausgebaut. Allerdings kämpft die Reimport-Tochter Axicorp derzeit mit Schwierigkeiten.
Um Bedenken der Aktionäre entgegenzuwirken, kündigte Dermapharm den Rückkauf von bis zu 4,3 Millionen Aktien an – fast 8 Prozent des Grundkapitals. Da die Aktionäre rund 4,8 Millionen Aktien andienten, wird die Zuteilung anteilsmäßig angepasst.
Ziel des Rückkaufs ist es, den Kurs nach einer langen Phase geringer Wertentwicklung zu festigen. Mit dem Abschluss des Programms wird das Unternehmen die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien verringern und gleichzeitig die Anleger belohnen. Langfristig bleibt abzuwarten, wie sich dies auf die Marktposition von Dermapharm auswirken wird.






