Deutsche Bahn wehrt sich gegen Vorwürfe zu Bauchaos auf der RE1-Strecke
Christina SorgatzDeutsche Bahn wehrt sich gegen Vorwürfe zu Bauchaos auf der RE1-Strecke
Die Deutsche Bahn hat Vorwürfe zurückgewiesen, es gebe einen plötzlichen Anstieg unplanmäßiger Bauarbeiten auf der Regionalexpress-Linie RE1 zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin. Die Linksfraktion (Die Linke) hatte das Thema mit einer parlamentarischen Anfrage auf die Agenda gebracht. Das Unternehmen betont, seine Bauplanung folge einer langfristigen Strategie.
DB InfraGO, die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, hat die Organisation von Gleisbauarbeiten neu strukturiert. Projekte werden nun in zwei Kategorien unterteilt: Instandhaltungs- und Investitionsbaustellen. Mit dieser Umstellung sollen Bauphasen gebündelt werden, um die Gesamtbelastung für den Bahnverkehr zu verringern.
Instandhaltungsbaustellen umfassen routinemäßige Reparaturen, die oft nächtliche Einstreckungen einzelner Gleise erfordern. Diese kurzfristigen Arbeiten finden alle vier bis acht Wochen statt und dienen der Behebung kleinerer Schäden, um den Betrieb reibungslos aufrechtzuerhalten.
Investitionsbaustellen hingegen betreffen groß angelegte Modernisierungen, etwa umfangreiche Infrastrukturprojekte. Hier kommt es zu längeren Vollsperrungen von einem bis zu sechs Monaten. Nach Abschluss dieser Maßnahmen können die betroffenen Strecken dann über Jahre hinweg ohne größere Störungen genutzt werden.
Die Bundesregierung bestätigte, dass solche Bauvorhaben in der Regel Jahre im Voraus geplant werden. Ziel sei es, Fahrgästen und Bahnbetreibern längere Phasen ohne Unterbrechungen zu ermöglichen.
Die Deutsche Bahn hält daran fest, dass der aktuelle Bauzeitplan auf der RE1-Linie den üblichen Verfahren entspricht. Das neue System aus Instandhaltungs- und Investitionsbaustellen soll langfristige Beeinträchtigungen minimieren. Nach Abschluss der größeren Bauprojekte könnten Fahrgäste mit weniger unerwarteten Sperrungen rechnen.






