Deutsche E-Auto-Förderung stärkt vor allem ausländische Hersteller wie China
Franz-Peter SchachtDeutsche E-Auto-Förderung stärkt vor allem ausländische Hersteller wie China
Die 3,5-Milliarden-Euro-Förderung der Bundesregierung für Elektroautos kommt vor allem ausländischen Herstellern zugute. Käufer neu zugelassener Elektrofahrzeuge erhalten seit dem 1. Januar 2026 je nach Modell und individueller Situation bis zu 6.000 Euro Unterstützung.
Deutsche Automobilhersteller bieten derzeit keine Elektroautos im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro an. Eine Umfrage des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) unter Autohäusern ergab, dass in dieser Preisklasse vor allem chinesische Modelle nachgefragt werden. Burkhard Weller, Präsident des ZDK, berichtete, dass sich der Absatz günstiger chinesischer Elektrofahrzeuge an seinen Standorten im Mai mehr als verdoppelt habe.
Weller kritisiert, dass die Förderung Verbraucher bisher nicht ausreichend zum Umstieg auf Elektroautos bewegt habe. Er schlägt vor, die Subventionen auf Gebrauchtwagen auszuweiten und die Ladeinfrastruktur zu verbessern. Zudem plädiert er dafür, Ladestationen nach dem Vorbild des Mobilfunk-Roamings zu behandeln – mit einem einheitlichen Preis an allen Standorten.
Das Förderprogramm verfügt über ein Gesamtbudget von 3,5 Milliarden Euro. Aktuell profitieren vor allem ausländische Hersteller, insbesondere aus China. Eine Ausweitung der Förderkriterien und der Infrastruktur könnte die Marktwirkung jedoch verändern.






