Dobrindts harte Linie: Wie strengere Grenzkontrollen die Asylzahlen halbieren
Christina SorgatzDobrindts harte Linie: Wie strengere Grenzkontrollen die Asylzahlen halbieren
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt treibt seit seinem Amtsantritt strengere EU-Binnengrenzkontrollen voran. Seine Politik bildet einen zentralen Baustein der Regierungsbemühungen, die Migration zu reduzieren – und erfüllt damit ein wichtiges Wahlversprechen der CDU/CSU-Koalition.
Schon am ersten Tag im Amt führte Dobrindt verschärfte Grenzmaßnahmen ein, darunter die Abweisung von Asylsuchenden und strengere Kontrollen. Seither hat die Bundespolizei an den Grenzübergängen etwa 8.000 Haftbefehle vollstreckt.
Bis April 2026 hatten die Behörden rund 1.340 Asylbewerbern die Einreise verweigert. Die monatlichen Abweisungen pendeln sich seitdem auf einem Niveau zwischen 2.000 und 3.000 Fällen ein. Dobrindt verteidigt diese Kontrollen wiederholt als entscheidend für die von ihm propagierte „Wende in der Migrationspolitik“.
Als Erfolg verweist der Minister auf den deutlichen Rückgang der Asylanträge: Die Zahlen sanken von 350.000 im Jahr 2023 auf 170.000 im vergangenen Jahr. Die strengere Linie habe maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen, argumentiert er.
Die Grenzpolitik der Regierung bleibt unverändert in Kraft – mit anhaltenden Kontrollen und Zurückweisungen. Seit 2023 haben sich die Asylanträge halbiert, während die monatlichen Abweisungen auf konstantem Niveau bleiben. An eine Lockerung von Dobrindts Maßnahmen ist nicht zu denken, solange die CDU/CSU die Migrationskontrolle Priorität einräumt.






