DUH fordert Tempolimit und autofreie Sonntage für weniger Spritverbrauch
Claire MühleDUH fordert Tempolimit und autofreie Sonntage für weniger Spritverbrauch
Ein flächendeckendes Tempolimit könnte Deutschlands Spritverbrauch um bis zu 4,7 Milliarden Liter pro Jahr senken, so die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Die Umweltorganisation schlägt zudem autofreie Sonntage als symbolische Geste vor – betont aber, dass eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung weitaus größere Einsparungen bringen würde. Die Verkehrsexpertin Dorothee Saar argumentiert, die Maßnahme ließe sich schnell umsetzen und wäre mit kaum Kosten verbunden.
Die DUH fordert ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen. Die Organisation behauptet, dass diese Beschränkungen den Verbrauch von Benzin und Diesel drastisch reduzieren würden. Saar bezeichnete den Plan als einfach durchsetzbar, mit minimalem bürokratischem Aufwand und ohne langwierige Diskussionen über Ausnahmen.
Autofreie Sonntage hingegen hätten einen anderen Zweck. Saar räumte ein, dass sie allein kaum Sprit sparen würden. Stattdessen sieht sie darin eine Chance, den öffentlichen Raum – wenn auch nur vorübergehend – neu zu gestalten. Ohne Verkehrslärm und Abgase könnten Straßen zu Orten der Begegnung und des Austauschs werden.
Zudem zielt der Vorschlag darauf ab, die alltäglichen Folgen des Straßenverkehrs bewusster zu machen. Saar wies darauf hin, dass Autos das Stadtbild prägen und zu Luftverschmutzung sowie Lärm beitragen. Ein einziger Tag ohne sie könnte diese Probleme für die Öffentlichkeit sichtbarer machen.
Während das Tempolimit der DUH auf direkte Kraftstoffeinsparungen abzielt, sollen autofreie Sonntage als Bewusstseinskampagne wirken. Die Organisation ist überzeugt, dass beide Maßnahmen sich ergänzen könnten – die eine mit praktischem Nutzen, die andere als Impuls für eine breitere Debatte über Verkehrspolitik. Bisher gibt es jedoch noch keine offizielle Entscheidung zu einem der Vorschläge.






