24 March 2026, 10:34

F126-Programm belastet RENK und TKMS mit Kursstürzen trotz Rekordzahlen

Balkendiagramm, das Wertminderungen von Ölunternehmen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

F126-Programm belastet RENK und TKMS mit Kursstürzen trotz Rekordzahlen

Die Rüstungsunternehmen RENK und ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) verzeichnen Kursrückgänge bei ihren Aktien, nachdem es im deutschen Fregattenprogramm F126 zu Verzögerungen gekommen ist. Die Unsicherheit über den 10-Milliarden-Euro-Auftrag belastet das Anlegervertrauen, obwohl beide Konzerne solide Geschäftszahlen vorlegen. Der Kurs von RENK liegt mittlerweile über 40 Prozent unter seinem Höchststand von 2025, während TKMS innerhalb des letzten Monats mehr als ein Fünftel seines Börsenwerts eingebüßt hat.

Das F126-Programm, das größte Neubauvorbaben der deutschen Marine, ist von wiederholten Rückschlägen geprägt. Rheinmetall drängt auf einen zügigen Neustart und positioniert sich als möglicher Hauptauftragnehmer. Eine Entscheidung über den Vertrag wird bis Ende April erwartet, die offizielle Vergabe könnte bereits in diesem Sommer erfolgen.

RENK, ein zentraler Zulieferer, meldete für 2025 Rekordzahlen: Der Umsatz lag bei 1,37 Milliarden Euro, der Auftragsbestand bei 6,68 Milliarden Euro und der Nettogewinn bei 101 Millionen Euro. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Die Aktionäre profitieren zudem von einer 38-prozentigen Dividendenerhöhung auf 0,58 Euro pro Aktie, die ab dem 11. Juni 2026 ausgezahlt wird. Das nächste Quartalsupdate steht am 6. Mai an.

TKMS hingegen verzeichnete nach seinem Börsengang im Oktober 2025 einen Marktwert von 8,14 Milliarden Euro und legte am ersten Handelstag um 40 Prozent zu. Später stieg das Unternehmen in den MDAX auf, gestützt durch einen Rekordauftragsbestand von 20 Milliarden Euro, zu dem auch das F126-Programm und norwegische Aufträge zählen. Doch jüngste Branchenverwerfungen und eine breitere Korrektur bei Rüstungswerten ließen den Aktienkurs innerhalb von 30 Tagen um 20 bis 21 Prozent einbrechen. Dennoch bleiben die Fundamentaldaten robust: Im ersten Quartal 2026 erzielte TKMS einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einer Bruttomarge von 17 Prozent.

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Die Entscheidung über den F126-Auftrag wird für RENK und TKMS von entscheidender Bedeutung sein. Eine zügige Klärung könnte die Aktienkurse stabilisieren und weiteres Wachstum ermöglichen. Anleger warten nun gespannt auf Updates Ende April, während die Finanzmärkte jede Entwicklung im Programm genau beobachten.

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