Familienunternehmen warnen vor wirtschaftlichem Niedergang unter schwarz-roter Koalition
Christina SorgatzFamilienunternehmen warnen vor wirtschaftlichem Niedergang unter schwarz-roter Koalition
Stiftung Familienunternehmen und Politik kritisiert Bundesregierung scharf zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Die Stiftung Familienunternehmen und Politik, die über 600 mittelständische und große Familienbetriebe vertritt, hat die Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf angegriffen. Die Organisation warnt, dass das deutsche Wirtschaftsmodell ernsthaft in Gefahr sei. Vorstandsmitglied Rainer Kirchdörfer sprach von einem „schleichenden, aber stetigen Niedergang“ der exportorientierten Wirtschaft des Landes.
Kirchdörfer warf der Regierung vor, langjährige strukturelle Probleme zu ignorieren. Besonders belastend seien bürokratische Hürden und übermäßige Regulierung, die Familienunternehmen dazu zwängen, im Ausland statt in Deutschland zu investieren. Viele dieser Betriebe wollten zwar weiterhin im Inland wachsen, sähen sich aber mit zu vielen Hindernissen konfrontiert, betonte er.
Das Vorstandsmitglied verwies zudem auf übergeordnete wirtschaftliche Risiken. Die europäische Führung habe zugelassen, dass sich die selbstgeschaffene Bürokratie verselbstständigt habe. Gleichzeitig untergrabe die USA mit ihrer unberechenbaren Handelspolitik die Stabilität der globalen Märkte – ein weiteres Problem für Deutschlands exportabhängige Industrien, so Kirchdörfer.
Er machte deutlich, dass sich die aktuelle Regierung kein Scheitern leisten dürfe. Gefordert seien vernünftige Politiken, die sowohl zukünftige Generationen als auch die wirtschaftliche Stabilität sicherten. Bisher gebe es jedoch keine Anzeichen für einen Abbau von Bürokratie oder Ausgabensenkungen, räumte er ein.
Die Erwartungen der Familienunternehmen an die Koalition seien bislang enttäuscht worden. Die Warnungen der Stiftung spiegeln eine wachsende Verärgerung über stockende Reformen und wirtschaftliche Belastungen wider. Ohne Kurskorrekturen, so die Befürchtung, könnte Deutschlands Position als Exportweltmeister weiter schwächen.






