24 March 2026, 04:31

FDP erleidet erneutes Landtagswahl-Debakel in Rheinland-Pfalz mit nur zwei Prozent

Karte von Deutschland mit Provinzen in rot und blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl von 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

FDP erleidet erneutes Landtagswahl-Debakel in Rheinland-Pfalz mit nur zwei Prozent

Niederlage für die FDP bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am Sonntag einen weiteren herben Rückschlag erlitten. Mit nur noch rund zwei Prozent der Stimmen verfehlte die Partei deutlich die Fünf-Prozent-Hürde. Diese jüngste Niederlage reiht sich in eine Serie schwacher Ergebnisse ein – die FDP ist nun nur noch in sechs der 16 Landesparlamente vertreten.

Spitzenkandidatin Daniela Schmitt räumte die Niederlage ein und erklärte, der Liberalismus werde künftig in der Landesvertretung fehlen. Doch auf Instagram konterte sie kämpferisch mit den Worten "Wir leben!" – eine direkte Reaktion auf die frühere Aussage von CDU-Chef Friedrich Merz, der die FDP politisch für tot erklärt hatte.

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Mit wenig Schwung war die FDP in den Wahlkampf gegangen. Umfragen hatten der Partei nach ihrem schwachen Abschneiden bei der Bundestagswahl und dem Scheitern der Ampelkoalition auf Bundesebene kaum Chancen eingeräumt. Schmitt setzte in Rheinland-Pfalz auf lokale Erfolge, etwa die Modernisierung des Bestattungsrechts und die Ansiedlung des Pharmakonzerns Eli Lilly in Alzey. Doch diese Argumente überzeugten die Wähler nicht.

Das Ergebnis spiegelt die jüngsten Rückschläge in Baden-Württemberg wider, wo die FDP ebenfalls an der Fünf-Prozent-Marke scheiterte. Dort hatte Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke einen stark personalisierten Wahlkampf geführt, der auf Bürokratieabbau, Unterstützung für den Mittelstand und Bildungsreformen setzte. Sein Ansatz, den er als "Mutter aller Wahlen" bezeichnete, konnte die Partei jedoch nicht vor der Niederlage bewahren.

Mittlerweile ist die FDP in den Landesregierungen kaum noch präsent. Einzig in Sachsen-Anhalt stellt sie weiterhin einen Koalitionspartner – doch selbst dort droht ihr der Verlust der Parlamentssitze. Auch Schmitts Einfluss schwindet: 2025 wird sie nicht mehr in den Parteivorstand zurückkehren. Mit jeder Wahl wird die Frage drängender: Wie kann die FDP ihre Wählerbasis zurückgewinnen?

Nach dem Debakel in Rheinland-Pfalz ist die FDP nun nur noch in sechs Landtagen vertreten. Die Zukunft der Partei hängt davon ab, ob es ihr gelingt, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Ohne eine Trendwende wird ihre Rolle in der deutschen Politik weiter schrumpfen.

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