Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – Umstrukturierung für die Zukunft
Stefan TrubinFesto streicht 1.300 Jobs in Deutschland – Umstrukturierung für die Zukunft
Festo kündigt Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland an
Der familiengeführte Automatisierungsspezialist Festo mit Sitz in Esslingen hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Die Maßnahme ist Teil einer weltweiten Umstrukturierung, mit der das Unternehmen seine Position in der Automatisierungstechnik und der technischen Bildung stärken will. CEO Thomas Böck betonte, dass schnelles Handeln notwendig sei, solange das Unternehmen noch wirtschaftlich stabil dastehe.
Die Stellenstreichungen folgen auf tiefgreifende Verschiebungen auf den globalen Märkten, den wachsenden Wettbewerbsdruck durch asiatische Konkurrenten sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten. Festo beschäftigt derzeit weltweit etwa 20.600 Mitarbeiter, davon rund 8.200 in Deutschland. Das Unternehmen baut nun seine deutschen Standorte um, um die Veränderungen zu finanzieren und die langfristige Effizienz zu steigern.
Festo hat bereits Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen, um sicherzustellen, dass die Kürzungen sozialverträglich umgesetzt werden. Geplant ist, die Kostenbasis zu straffen und interne Strukturen zu verschlanken, um die Investitionsfähigkeit zu erhalten. Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte die Entscheidung jedoch scharf und argumentierte, dass die Entlassungen die industrielle Basis Deutschlands schwächen würden.
CEO Böck verteidigte die Strategie und erklärte, die Umstrukturierung sei für das künftige Wachstum unverzichtbar. Das Programm ziele darauf ab, die Effizienz zu steigern und das Unternehmen in einem sich rasant wandelnden Sektor wettbewerbsfähig zu halten.
Durch die Restrukturierung wird Festo seine Belegschaft in Deutschland um etwa 16 Prozent reduzieren. Das Unternehmen versichert, dass die Maßnahmen die langfristige Fähigkeit sichern sollen, in Innovation und Entwicklung zu investieren. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern laufen noch, um den Prozess verantwortungsvoll zu gestalten.






