14 March 2026, 12:33

Finanztip kämpft gegen hohe Gebühren bei der neuen Altersvorsorge – und 100.000 unterstützen das

Alte Zeitungsanzeige für die Pension Inn in Dresden, Deutschland, mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund.

Günstigere Rente gefordert: 100.000 Menschen unterschreiben Petition - Finanztip kämpft gegen hohe Gebühren bei der neuen Altersvorsorge – und 100.000 unterstützen das

Kampagne von Finanztip fordert niedrigere Gebühren für Deutschlands geplante staatlich geförderte Altersvorsorge

Eine Initiative der Verbraucherorganisation Finanztip setzt sich für geringere Kosten im Rahmen des kommenden staatlich bezuschussten Altersvorsorgeprogramms in Deutschland ein. Mehr als 100.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, die eine Obergrenze von 0,5 Prozent für die jährlichen Gebühren fordert. Kritiker werfen dem aktuellen Entwurf vor, mit einer vorgesehenen Grenze von 1,5 Prozent vor allem Banken und Versicherungen zu begünstigen – und nicht die Sparer.

Die von der Regierung geplante Reform soll die umstrittene Riester-Rente durch ein neues Standardprodukt ersetzen. Das Modell zielt darauf ab, die Rendite zu steigern, indem ein größerer Anteil der Beiträge in risikoangepasste Anlagen fließt. Zudem ist eine höhere, einkommensabhängige Förderung vorgesehen.

Eine aktuelle Umfrage von Finanztip ergab, dass 78 Prozent der potenziellen Nutzer niedrige Gebühren als entscheidend für ihre Teilnahme ansehen. Doch der Gesetzesentwurf erlaubt jährliche Kosten von bis zu 1,5 Prozent – ein Niveau, das nur 23 Prozent der Befragten akzeptabel finden. Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip, bezeichnete die 1,5-Prozent-Grenze als Zugeständnis an die Finanzbranche.

Berechnungen der Stiftung zeigen, wie stark sich die Gebühren langfristig auswirken: Bei einer jährlichen Belastung von 0,5 Prozent könnte ein Sparer nach 40 Jahren rund 338.000 Euro ansparen. Bei 1,5 Prozent wären es unter denselben Bedingungen nur etwa 263.000 Euro.

Der Erfolg der Petition unterstreicht die große öffentliche Nachfrage nach günstigeren Konditionen im neuen Vorsorgemodell. Würde die 0,5-Prozent-Grenze umgesetzt, könnte dies die langfristigen Ersparnisse der Teilnehmer deutlich erhöhen. Die endgültige Gesetzesfassung wird zeigen, ob diese Forderungen nach Reformen berücksichtigt werden.

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