Flexo-Rufbus in Salzgitter droht 2026 das Aus – Bürger kämpfen um Rettung
Christina SorgatzFlexo-Rufbus in Salzgitter droht 2026 das Aus – Bürger kämpfen um Rettung
Die Zukunft des Salzgitterer Flexo-Rufbusses steht auf der Kippe – die aktuelle Förderung läuft aus
Der beliebte Bedarfsverkehr Flexo in Salzgitter, der Gebiete wie Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt bedient, könnte Ende 2026 eingestellt werden, wenn die Kommunalpolitik nicht einschreitet. Da die bisherige Finanzierung ausläuft, haben Anwohner nun eine Kampagne gestartet, um den Service über das nächste Jahr hinaus zu retten.
Das Rufbus-Angebot war zunächst mit Unterstützung des Regionalverbands Braunschweig eingeführt worden, der seit dem Start 50 Prozent der Kosten getragen hat. Diese Förderung endet jedoch Ende 2026. Danach fällt die Verantwortung für den Betrieb an die einzelnen Kommunen, die den ÖPNV dann selbst organisieren müssen.
Zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede, Ece Hickorkmaz und Esila Isbir, setzen sich besonders für den Erhalt von Flexo ein. Sie haben Flyer verteilt, Kontakt zum Betriebsrat der KVG aufgenommen und mit lokalen Politikern gesprochen – darunter Christian Striese, Bürgermeister des Stadtteils Salzgitter-Nordost. Eine Online-Petition zur Rettung des Services hat bereits bis Sonntag 460 Unterschriften gesammelt.
Während einige Regionen die Zukunft von Flexo bereits gesichert haben, bleibt die Lage in Salzgitter ungewiss. Der Landkreis Gifhorn hat den Rufbus langfristig bis 2033 vertraglich gebunden, Baddeckenstedt bis 2031. In Salzgitter hingegen liegt die Entscheidung bei den politischen Verantwortlichen, die in diesem Jahr über neue Finanzierungsbeschlüsse abstimmen müssen.
Ohne zusätzliche Mittel wird Flexo in Salzgitter Ende 2026 eingestellt. Ob die Rufbusse weiterfahren, hängt nun davon ab, ob die Kommune bereit ist, die Kosten selbst zu tragen. Bei einer Bewilligung bliebe das Angebot den Einwohnern der Region erhalten.






