Freiburger Studie erforscht Einfluss des Menstruationszyklus auf Spitzenathletinnen
Stefan TrubinFreiburger Studie erforscht Einfluss des Menstruationszyklus auf Spitzenathletinnen
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie der Menstruationszyklus Spitzenathletinnen beeinflusst. Unter der Leitung der Universität Freiburg zielt die Studie darauf ab, individuelle Trainings- und Gesundheitspläne für Frauen im Leistungssport zu entwickeln. Die Initiative ist Teil einer breiter angelegten Bemühung, die sportliche Leistung zu steigern und gleichzeitig das langfristige Wohlbefinden zu sichern.
Das Projekt mit dem Namen „Athletin-D“ vereint ein Konsortium aus vier deutschen Hochschulen. Neben Freiburg sind Forscher:innen aus Bochum, Wuppertal und der Technischen Universität München beteiligt. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft fördert die Arbeit mit rund 1,6 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren.
In Freiburg analysiert das Team um Jana Strahler, wie Hormone, Stress und Lebensstil mit der psychischen Gesundheit und der sportlichen Leistung zusammenhängen. Im Mittelpunkt stehen geschlechtsspezifische Unterschiede, insbesondere der Einfluss des Menstruationszyklus auf Regeneration und Training. Um praxisnahe Ergebnisse zu gewährleisten, arbeiten die Wissenschaftler:innen direkt mit Athletinnen, Trainer:innen und Spitzenverbänden zusammen.
Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Systems für maßgeschneidertes Training und Gesundheitsmanagement. Dieses Tool soll Sportlerinnen helfen, ihre Routinen zu optimieren und gleichzeitig Verletzungsrisiken sowie gesundheitliche Folgen zu minimieren.
Die Erkenntnisse könnten die Trainings- und Regenerationsmethoden von Athletinnen grundlegend verändern. Durch die Berücksichtigung hormoneller und physiologischer Bedürfnisse strebt das Projekt an, die Leistung zu verbessern und langfristige Gesundheitsschäden zu vermeiden. Innerhalb der nächsten vier Jahre erwartet das Konsortium praktische Lösungen für den Spitzensport.






