Gary Lineker verlässt BBC für Netflix-Podcast während der WM 2024
Gary Lineker trennt sich für die WM-Berichterstattung diesen Sommer vom BBC. Stattdessen wird er aus New York einen Netflix-Podcast moderieren. Der Wechsel folgt auf monatelange Spannungen zwischen dem Sender und seinem ehemaligen Star-Moderator.
Im vergangenen Mai war Lineker vorübergehend von seiner BBC-Rolle suspendiert worden, nachdem ein Instagram-Post eine Antisemitismus-Debatte ausgelöst hatte. Seine jüngste Entscheidung markiert einen weiteren Wendepunkt in seiner Karriere als Sportjournalist – diesmal führt sie ihn komplett weg vom öffentlich-rechtlichen Sender während des Turniers.
Ursprünglich plante die BBC, die Weltmeisterschaft von ihrem Hauptsitz in Salford aus zu begleiten, anstatt ein Team in die USA zu entsenden. Lineker wird jedoch nicht Teil des BBC-Teams sein. Sein neuer Netflix-Podcast The Rest is Football wurde für umgerechnet etwa 16 Millionen Euro erworben und wird mit Alan Shearer und Micah Richards als Co-Moderatoren ausgestrahlt.
Lineker hatte die WM-Vorbereitungen der BBC öffentlich kritisiert. Sein Abschied folgt auf Jahre voller Konflikte, darunter seine Suspendierung im Mai 2023 wegen Kommentaren in sozialen Medien. Damals führte ein Post zu Antisemitismus-Vorwürfen, was zu einem vorübergehenden Verbot bei Match of the Day führte.
Neben seiner Moderatorentätigkeit äußert sich Lineker auch zu Fragen des Fußballmanagements. Kürzlich spekulierte er, José Mourinho könnte zu Real Madrid zurückkehren – ein Klub, der in dieser Saison unter Trainer Álvaro Arbeloa kämpft. Die beiden haben seit über einem Jahrzehnt kein Wort mehr gewechselt; Lineker gab zu, nie verstanden zu haben, warum ihre Freundschaft endete. Die trostlose Titelbilanz Real Madrids in dieser Spielzeit befeuert Gerüchte über einen Trainerwechsel, auch wenn es noch keine offiziellen Ankündigungen gibt.
Mit seinem Wechsel zu Netflix wird Lineker die WM unabhängig von der BBC-Zentrale in Salford begleiten. Der Podcast-Deal und seine öffentliche Kritik am Sender deuten auf einen klaren Bruch hin. Gleichzeitig tragen seine Äußerungen zu Mourinho und Real Madrid zu den laufenden Diskussionen über die Zukunft der Klubführung bei.
Die Veränderungen bedeuten für die BBC den Verlust einer ihrer bekanntesten Fußballstimmen während des Turniers, während Linekers neues Projekt ihm einen Platz in einer anderen Ecke der Sportmedien sichert.






