Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026
Stefan TrubinHalle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026
Halle (Saale) aktualisiert Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus
Die Stadt Halle (Saale) passt den Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus an, um den Standort wettbewerbsfähig zu halten und seine Erweiterung zu ermöglichen. Der aktuelle Plan aus dem Jahr 1998 entspricht nicht mehr den modernen rechtlichen Anforderungen an Bau, Planung und Emissionsschutz.
Die Stadtverwaltung wird zwei Kernbereiche mit einer Fläche von etwa 26,2 Hektar anpassen. Die Änderungen ermöglichen künftig Produktions- und Vertriebsaktivitäten im Zusammenhang mit Forschung. Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das ursprünglich für eine größere Siedlung vorgesehen war, wird im Rahmen des Verfahrens umgewidmet und neu vermarktet.
Neue Regelungen begrenzen die Gebäudehöhe auf 25 Meter, um den Charakter des Gebiets zu bewahren. Zudem wird ein strategischer Lärmschutz in den Plan aufgenommen: flächenbezogene Emissionskontingente legen für jedes Grundstück Lärmgrenzwerte fest. Der Stadtrat hatte bereits 2018 einen Antrag für einen 1.900 Quadratmeter großen Einzelhandelsgroßmarkt auf dem Campus abgelehnt – dieser ist nicht Teil des aktuellen Entwurfs.
Die Verwaltung wies Bedenken des AfD-Mitglieds Udo Nistripke zurück, wonach die Blücherstraße den zusätzlichen Verkehr nicht bewältigen könne. Die endgültige Entscheidung über die Veröffentlichung der Entwurfsänderungen trifft der Stadtrat in einer Abstimmung am 24. Juni 2026.
Das Anpassungsverfahren belastet den städtischen Haushalt nicht. Erwartet werden jedoch positive Effekte für die lokale Beschäftigung und höhere Gewerbesteuereinnahmen. Der aktualisierte Bebauungsplan bringt den Technologiepark auf den aktuellen rechtlichen Stand und fördert gleichzeitig sein Wachstum.






