Hamburgs ehrgeiziger Plan: Bis 2031 nur noch emissionsfreie Stadtbusse
Franz-Peter SchachtHamburgs ehrgeiziger Plan: Bis 2031 nur noch emissionsfreie Stadtbusse
Hamburg beschleunigt seine Umstellung auf Elektrobusse als Teil einer umfassenden Initiative für einen saubereren öffentlichen Nahverkehr. Die Stadt mit rund 1,9 Millionen Einwohnern setzt bereits 432 Elektrobusse ein – fast 40 Prozent der gesamten Flotte. Nun haben die Verantwortlichen das Ziel ausgegeben, dass bis Anfang der 2030er-Jahre sämtliche Stadtbusse emissionsfrei unterwegs sein sollen.
Kopenhagen hat bereits ein vollständig elektrifiziertes Bussystem realisiert. Hamburg, Deutschlands zweitgrößte Stadt, verfolgt einen ähnlichen Kurs, allerdings mit einem längeren Zeitplan. Die aktuellen Pläne sehen vor, bis 2031 weitere 240 neue Elektrobusse in Betrieb zu nehmen – zusätzlich zu 350 bereits bestellten Fahrzeugen, die bis 2030 ausgeliefert werden sollen.
Elektrobusse bieten klare Vorteile gegenüber Dieselmodellen: Sie stoßen keine direkten giftigen Abgase aus und verfügen über effizientere Antriebe. In Deutschland stammt ihr Strom zudem nicht mehr ausschließlich aus Kohlekraft, da das Land den Anteil erneuerbarer Energien kontinuierlich ausbaut. Bundesweit strebt man an, den Ökostromanteil in den kommenden Jahren auf 80 Prozent zu steigern, während Hamburg bis 2030 einen Grünstromanteil von 65 Prozent erreichen will.
Der bestehende Elektrobus-Fuhrpark der Stadt macht bereits 39 Prozent der gesamten Busflotte aus. Eine weitere Ausweitung wird die Emissionen reduzieren und passt zu den übergeordneten Klimazielen Deutschlands. Bis Anfang der 2030er-Jahre sollen in Hamburg alle Busse emissionsfrei fahren. Die Maßnahme kommt sowohl der lokalen Luftqualität als auch den nationalen Zielen für erneuerbare Energien zugute. Mit 590 neuen Elektrobussen bis 2031 wird der öffentliche Nahverkehr der Stadt deutlich weniger von fossilen Brennstoffen abhängig sein.






