05 May 2026, 14:55

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Kampfsportakademie

Eine Gruppe von Menschen mit Protestschildern und Transparenten vor einem Gebäude in Deutschland, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer rechts.

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Kampfsportakademie

Hunderte Demonstranten versammelten sich am vergangenen Wochenende in Halle, um die Schließung eines Kampfsportstudios zu fordern, das mit rechtsextremen Netzwerken in Verbindung gebracht wird. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, der Kritiker vorwerfen, rechtsextreme Strukturen und Gewalt zu fördern.

Die Protestaktion fand vor Halles Hauptbahnhof statt und zog vor allem junge Menschen an. Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ und verlangten die sofortige Schließung des Studios. Ihre Wut speist sich aus den Vorwürfen, die Akademie diene der Rekrutierung von Rechtsextremen und dulde Diskriminierung.

Die Gladiator Fight Academy steht bereits länger wegen ihrer Verbindungen in rechtsextreme Kreise in der Kritik. Zu den zentralen Figuren zählen Theo Weiland, ein ehemaliger Anführer des Jungsturm Erfurt, sowie Christopher Henze, dem Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden. Auch Hans Krüger, Jugendtrainer im Studio und Fan von Energie Cottbus, tritt bei dessen Veranstaltungen als Kämpfer an.

Für zusätzliche Empörung sorgte kürzlich ein rechtsextremer Treff in Teutschenthal, den die Betreiber des Studios in einem kommunalen Kulturzentrum ausrichteten. Bei der Veranstaltung traten auch AfD-Kandidaten auf, was die öffentliche Entrüstung weiter anheizte. Die Demonstranten verurteilten die Nutzung einer öffentlichen Einrichtung für solche Zwecke.

Die Kundgebung zeigt den wachsenden Widerstand gegen die Gladiator Fight Academy und ihre mutmaßlichen Extremismus-Verbindungen. Bislang haben die Behörden nicht auf die Forderungen nach einer Schließung reagiert – doch der Protest macht deutlich, dass der Druck auf die lokalen Verantwortlichen zunimmt, sich mit der rechtsextremen Aktivität in der Region auseinanderzusetzen.

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