17 June 2026, 18:42

Italo startet 2028 im deutschen Fernverkehr – doch Pro Bahn fordert faire Regeln

Pro Bahn fordert Schutzvorkehrungen für den Einstieg von Italo in den deutschen Fernverkehr

Italo startet 2028 im deutschen Fernverkehr – doch Pro Bahn fordert faire Regeln

Italo plant Einstieg in deutschen Fernverkehr ab 2028

Der italienische Bahnanbieter Italo hat angekündigt, 2028 auf dem deutschen Fernverkehrsmarkt einzusteigen. Der neue Wettbewerber will stark frequentierte Strecken wie Berlin–München, München–Hamburg sowie Köln–Frankfurt–München bedienen. Die Fahrgastorganisation Pro Bahn begrüßt den Schritt grundsätzlich, mahnt jedoch faire Wettbewerbsbedingungen an.

Pro Bahn bezeichnete den Markteintritt von Italo als positive Entwicklung für Reisende. Gleichzeitig stellte die Organisation drei zentrale Forderungen auf, um einen fairen und ausgewogenen Wettbewerb zu gewährleisten.

Erstens fordert sie die Einrichtung einer unabhängigen nationalen Aufsichtsbehörde für den Fernverkehr. Zweitens pocht sie auf rechtlich verbindliche Schutzmaßnahmen für bestehende Regionalverkehre bei der Vergabe von Trassenkapazitäten. Drittens setzt sich Pro Bahn für ein einheitliches Preissystem bei allen Fernverkehrsanbietern ein.

Die Organisation warnte davor, den Wettbewerb allein den Marktkräften zu überlassen. Vielmehr müssten Politiker klare Regeln schaffen, um zu verhindern, dass ländliche Regionen und Regionalverkehre benachteiligt werden. Pro Bahn betonte, dass Wettbewerb die Dienstleistungen für alle Fahrgäste verbessern solle – nicht nur auf stark nachgefragten Strecken.

Der Markteintritt von Italo in Deutschland ist für 2028 geplant. Die Forderungen von Pro Bahn zielen darauf ab, gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter und Regionen zu schaffen. Im Mittelpunkt der Vorschläge stehen Regulierung, Fairness und einheitliche Preisgestaltung für die Fahrgäste.

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