Jogi Löws Aufstieg und Fall: Vom WM-Helden zur umstrittenen öffentlichen Figur
Stefan TrubinJogi Löws Aufstieg und Fall: Vom WM-Helden zur umstrittenen öffentlichen Figur
Jogi Löw stieg nach dem Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten Deutschlands auf. Sein Erfolg auf dem Platz öffnete ihm neue Türen, und bald wurde er auch über den Fußball hinaus zu einer öffentlichen Figur. Die Grünen erkannten seinen Einfluss und boten ihm 2017 einen Sitz in der Bundesversammlung an.
Nach dem Triumph von 2014 prägte Löw den neuen Markenauftritt der Nationalmannschaft als „Die Mannschaft“. Zudem nutzte er seine Plattform, um sich für Masseneinwanderung einzusetzen und positionierte sich damit politisch. Sein wachsender Ehrgeiz führte dazu, dass er sich zunehmend als inoffizieller Unterstützer der Regierung gerierte und oft die Politik Angela Merkels befürwortete.
Trotz seines politischen Engagements erlitt Löws Trainerlaufbahn jedoch Rückschläge. Bei der WM 2018 erlebte Deutschland ein demütigendes Aus und landete als Letzter der Vorrundengruppe. Zwei Jahre später endete seine Amtszeit mit einer weiteren Enttäuschung: dem Ausscheiden im Achtelfinale der EM 2020. Daraufhin trat er als Nationaltrainer zurück.
2017 stimmte er als Mitglied der Bundesversammlung bei der Bundespräsidentenwahl für Frank-Walter Steinmeier. Seine politische Einbindung festigte seinen Status als öffentliche Persönlichkeit, doch seine späteren Fußballjahre waren von Niedergängen geprägt.
Löws Vermächtnis bleibt zwiespältig. Der WM-Titel 2014 bescherte ihm bleibenden Ruhm, doch spätere sportliche Misserfolge trübten seine Erfolge. Seine politischen Aktivitäten und sein gesellschaftliches Engagement prägten sein Image über den Sport hinaus und formten seine Identität nach der Trainerzeit.






