Katharina Schmid beendet ihre Karriere als Skisprung-Legende mit sieben WM-Goldmedaillen
Stefan TrubinKatharina Schmid beendet ihre Karriere als Skisprung-Legende mit sieben WM-Goldmedaillen
Katharina Schmid beendet nach einem Jahrzehnt ihre Karriere im Skispringen
Katharina Schmid hat sich nach zehn Jahren im Spitzensport vom Skispringen zurückgezogen. Ihr letzter Wettbewerb fand in Planica, Slowenien, statt, wo sie im Skifliegen den 13. Platz belegte. Die deutsche Athletin verlässt die Szene als eine der erfolgreichsten Sportlerinnen ihrer Disziplin – mit sieben WM-Goldmedaillen in ihrer beeindruckenden Bilanz.
Schmids Karriere begann in einer Zeit, in der noch keine deutsche Frau eine olympische Medaille im Nordischen Kombinieren oder Skispringen gewonnen hatte. Im Laufe der Jahre änderte sie diese Erfolgsgeschichte grundlegend und entwickelte sich zu einer dominierenden Kraft im Sport. Mit 19 Weltcup-Siegen und drei ihrer sieben WM-Goldmedaillen, die sie 2022 in Planica holte, setzte sie Maßstäbe.
Ihre Erfolge beschränkten sich jedoch nicht auf Wettkämpfe. 2023 trug sie bei der Eröffnungsfeier der Winterspiele die deutsche Fahne. Am Sonntag wurde ihr letzter Sprung von einem emotionalen Abschied begleitet: Ihr Bruder schwenkte die Fahne als Zeichen für ihren letzten Anlauf. Nach der Landung umringten sie Teamkolleginnen, Familie und Fans, die gemeinsam ihre Karriere feierten.
Rückblickend auf ihre Zeit im Sport äußerte Schmid tiefe Dankbarkeit für die Unterstützung, die sie erfahren habe. Sie beschrieb ihren Weg als erfüllend und blickt nun einer neuen Phase entgegen. Die Athletin plant, in Oberstdorf als Trainerin zu arbeiten, wo sie die nächste Generation von Skispringern fördern möchte.
Beim selben Wettbewerb in Planica sicherte sich unterdessen Nika Prevc den Sieg im Skifliegen der Frauen.
Mit Schmids Rücktritt endet ein außergewöhnliches Kapitel des deutschen Skispringens. Ihre Bilanz von sieben WM-Goldmedaillen und 19 Weltcup-Siegen bleibt von keiner anderen Springerin ihres Landes erreicht. Durch ihren Wechsel in den Trainerbereich wird sie den Sport auch künftig in neuer Rolle prägen.






