Koblenz geht gegen Gewalt an Frauen vor – mit Aktionen und Solidaritätslauf
Franz-Peter SchachtKoblenz geht gegen Gewalt an Frauen vor – mit Aktionen und Solidaritätslauf
Koblenz beteiligt sich an der globalen „Orange Day“-Kampagne zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Die Stadt veranstaltet Aktionen und Ausstellungen, um auf das weit verbreitete Problem aufmerksam zu machen. Gewalt gegen Frauen bleibt in Deutschland eine erschreckende Realität – aktuelle Statistiken unterstreichen das Ausmaß der Gewalt.
Vom 25. November bis zum 10. Dezember wird am Koblenzer Rathaus ein Banner mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“ wehen. Auch Oberbürgermeister David Langner beteiligt sich an der Online-Kampagne und nutzt den Hashtag #BrechtDasSchweigen.
Am 25. November startet zudem das Projekt „Laufen gegen Gewalt“, ein virtueller Spendenlauf zugunsten von Frauenhäusern. Unter dem Hashtag #NichtWeghören wird dabei besonders auf das Thema sexualisierte Gewalt hingewiesen.
Die Zahlen in Deutschland sind alarmierend: Alle vier Minuten wird eine Frau von ihrem aktuellen oder früheren Partner gewalttätig angegriffen. Alle drei Tage tötet ein Mann seine (Ex-)Partnerin. Jede dritte Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt. Mehr als die Hälfte der Frauen meidet aus Sicherheitsgründen nach Einbruch der Dunkelheit bestimmte Orte. Eine bundesweite Hotline bietet rund um die Uhr kostenlose, anonyme und mehrsprachige Unterstützung.
Die Koblenzer Kampagne will die anhaltende Gewalt gegen Frauen ins öffentliche Bewusstsein rücken. Mit Aktionen wie dem virtuellen Lauf und öffentlichen Installationen sollen Betroffene unterstützt und zum Handeln aufgerufen werden. Die Hotline steht allen zur Verfügung, die sofortige Hilfe benötigen.






