Köhlbrandbrücke in Hamburg: Schwerlastverkehr über 44 Tonnen verboten
Franz-Peter SchachtKöhlbrandbrücke in Hamburg: Schwerlastverkehr über 44 Tonnen verboten
Strengere Regeln für schwere Fahrzeuge auf wichtiger Hamburger Hafenroute
Eine der zentralen Verkehrsadern durch den Hamburger Hafen unterliegt nun schärferen Auflagen für Schwerlastverkehr. Ab dieser Woche ist es Lkw mit einem Gewicht von über 44 Tonnen verboten, die Köhlbrandbrücke zu überqueren. Die Maßnahme folgt Warnungen vor dem sich verschlechternden Zustand des Bauwerks und soll dessen sichere Nutzung verlängern.
Die Köhlbrandbrücke wird täglich von etwa 32.000 Fahrzeugen genutzt und ist eine entscheidende Verbindung für den Hafenverkehr. Doch laut einer aktuellen Prüfung haben tragende Bauteile und Zufahrtsrampen weitere Schäden erlitten. Während der Großteil des Güterverkehrs unbeeinträchtigt bleibt, richtet sich das Verbot gezielt gegen übergroße Transporte, die einer Sondergenehmigung bedürfen.
Ein einzelner Schwertransport belastet die Brücke weit stärker als ein Standard-Lkw. Zwar betrifft die Einschränkung nur einen kleinen Teil des Verkehrs, doch müssen nun Sondertransporte – etwa außergewöhnlich lange oder schwere Ladungen – auf Ausweichrouten ausweichen. Branchenverbände hatten wiederholt auf den Verfall der Brücke hingewiesen, während Politiker kritisieren, dass ein Ersatzneubau noch nicht terminiert ist.
Die neue Gewichtsbegrenzung soll die Belastung der alternden Konstruktion verringern und ihre Funktionsfähigkeit erhalten. Der Großteil des Hafenverkehrs kann die Brücke weiterhin nutzen, doch schwere und übergroße Transporte müssen künftig Umwege in Kauf nehmen. Wann mit einem Neubau zu rechnen ist, steht laut Behörden noch nicht fest.






