Kulturhaushalt 2027: Kompromiss sichert Fördergelder trotz spürbarer Kürzungen
Claire MühleKulturhaushalt 2027: Kompromiss sichert Fördergelder trotz spürbarer Kürzungen
Ein kürzlich geschlossener Haushaltskompromiss hat die Finanzierung des österreichischen Kunst- und Kultursektors gesichert. Zwar gab es einige Kürzungen, doch eine drastische Reduzierung der Mittel konnte in den Verhandlungen abgewandt werden. Gleichzeitig setzte das Burgtheater mit einer neuen Premiere ein kulturelles Zeichen.
Am Wiener Burgtheater feierte Haut um die Zähne unter der Regie von Stefan Bachmann Premiere. Die Neuinszenierung bereichert das laufende künstlerische Programm des Hauses.
Der Gesamtetat für Kunst und Kultur wird bis 2027 um 3,3 Prozent auf 608,7 Millionen Euro sinken. Innerhalb dieses Budgets verringert sich die direkte Förderung des Sektors auf 181 Millionen Euro im selben Jahr. Bundesmuseen müssen sich auf ein Budget von 151,2 Millionen Euro für die Jahre 2027 und 2028 einstellen.
Die Mittel für den Denkmalschutz werden um eine Million Euro auf 54 Millionen Euro gekürzt. Besonders betroffen ist das Museum für Volkskunde: Sein Sanierungsetat wurde um 11,4 Millionen Euro reduziert. Das Österreichische Filminstitut hingegen kann mit einem stabilen Budget von 37 Millionen Euro für 2027 und 2028 planen.
Die Basisfinanzierung der Bundestheater – darunter auch Einrichtungen wie das Burgtheater – bleibt mit 204,2 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre unverändert. Auch das Förderprogramm FISAplus wird in dieser Zeit nicht angepasst. Der aktuelle Haushalt garantiert damit Kontinuität für zentrale Kultureinrichtungen. Bundestheater und das FISAplus-Programm behalten ihre bisherigen Fördermittel. Dennoch werden in anderen Bereichen, etwa bei Denkmalschutz und Museen, in den kommenden Jahren Kürzungen wirksam.






