Lichtverschmutzung in Ottobeuren: BN-Ortsgruppe diskutiert Lösungen und ehrt Engagierte
Franz-Peter SchachtLichtverschmutzung in Ottobeuren: BN-Ortsgruppe diskutiert Lösungen und ehrt Engagierte
BN-Ortsgruppe Ottobeuren diskutiert über Lichtverschmutzung
Die Ottobeurer Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) veranstaltete ihre jährliche Mitgliederversammlung mit dem Schwerpunkt Lichtverschmutzung. Erster Vorsitzender Martin Schweiger begrüßte die Anwesenden sowie den Gastreferenten Robert Blasius zu einem Abend voller Diskussionen und Würdigungen. Zudem wurden langjährige Ehrenamtliche und Engagierte in lokalen Umweltprojekten geehrt.
Schweiger eröffnete die Versammlung mit einem Dank an die Teilnehmer und stellte Robert Blasius vor, einen Vertreter der Initiative "Wächter der Nacht". Blasius hielt einen Vortrag über das wachsende Problem der Lichtverschmutzung und deren schädliche Auswirkungen auf Mensch und Tier. Anhand von Satellitenbildern zeigte er, wie sich künstliche Beleuchtung weltweit ausbreitet und die nächtliche Aufhellung selbst aus dem All sichtbar ist.
Blasius widerlegte die verbreitete Annahme, dass mehr Licht automatisch mehr Sicherheit bedeute. Er verwies darauf, dass die meisten Straftaten am Tag und nicht in der Nacht geschehen. Sein Appell an die Zuhörer: unnötige künstliche Beleuchtung reduzieren und das Bewusstsein für das Thema schärfen.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Ehrung von Wendelin Schindele für seinen Einsatz bei der Gründung des örtlichen Kräutergartens. Er erhielt als Anerkennung ein Poster, einen Präsentkorb und öffentlichen Dank. Zudem wurden BN-Mitglieder mit über 40-jähriger Treue mit Urkunden und silbernen Anstecknadeln für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet.
Die Veranstaltung verband Aufklärung mit Wertschätzung und gab den Teilnehmenden konkrete Handlungsmöglichkeiten im Kampf gegen Lichtverschmutzung mit auf den Weg. Schindeles Beitrag zum Kräutergarten und die Ehrungen für langjährige Mitglieder machten den Abend zu einer gelungenen Mischung aus Information und Feier. Nun liegt es an der lokalen Gemeinschaft, den Appell zur Reduzierung künstlichen Lichts umzusetzen.






