Lufthansa streicht Frühpension für Piloten – und setzt auf höhere Altersvorsorge
Claire MühleLufthansa schlägt neues Deal zu Pilot-Renten vor - Lufthansa streicht Frühpension für Piloten – und setzt auf höhere Altersvorsorge
Lufthansa legt neuen Rentenplan für Piloten vor – Abschaffung der Frühpensions-Brückenzahlungen geplant
Die Lufthansa hat einen neuen Rentenvorschlag für ihre Piloten vorgelegt, mit dem schrittweise die sogenannten Brückenzahlungen für den vorzeitigen Ruhestand abgeschafft werden sollen. Stattdessen schlägt die Airline vor, die entsprechenden Mittel in die betriebliche Altersvorsorge umzuleiten, wodurch die Auszahlungen um bis zu 50 Prozent steigen könnten. Der Plan folgt ähnlichen Anpassungen, die bereits andere große Airlines wie KLM und British Airways vorgenommen haben.
Bisher erhalten Piloten, die vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter von 65 Jahren in den Ruhestand gehen, eine Überbrückungszahlung. Die Lufthansa argumentiert jedoch, dass diese Leistung oft ungenutzt bleibt, wenn Piloten bis zum regulären Renteneintritt weiterfliegen. Nach dem neuen Vorschlag würden die Gelder stattdessen in das Hauptrentensystem fließen und so die Gesamtauszahlungen erhöhen.
Als Vorbild führt die Airline KLM und British Airways an, wo beitragsorientierte Rentensysteme die Frühpensionsleistungen ersetzt haben. Diese Modelle verlagern das Langlebigkeitsrisiko auf die Beschäftigten, anstatt separate Frühpensionsprogramme aufrechtzuerhalten. Lufthansa betont, dass dieser Ansatz mittlerweile branchenüblich sei.
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat den Vorschlag erhalten und wird ihn in ihrem Verhandlungsgremium prüfen. Die Airline sicherte zudem zu, dass Piloten, die kurz vor dem Anspruch auf Brückenzahlungen stehen, diese im Rahmen von Übergangsregelungen weiterhin erhalten werden.
Sollte der Plan angenommen werden, würde die Rentenstruktur der Lufthansa an die anderer großer Airlines angeglichen. Piloten, die kurz vor der Frühpensionsberechtigung stehen, behielten Zugang zu den Brückenzahlungen, während künftige Auszahlungen durch das überarbeitete System steigen würden. Die Entscheidung der Gewerkschaft wird zeigen, ob der Vorschlag umgesetzt wird.






