11 May 2026, 08:28

Mainz investiert 200.000 Euro jährlich in Tourismusförderung ab 2027

Eine detaillierte Zeichnung eines europäischen Hotels auf Papier mit einem Stempel, einschließlich sichtbarer Fenster, Wände und Dach, begleitet von Text über das Hotel.

Mainz investiert 200.000 Euro jährlich in Tourismusförderung ab 2027

Mainz kündigt neue Fördermittel für den Tourismus an

Ab 2027 wird die Stadt Mainz jährlich 200.000 Euro aus ihrem Haushalt in den Mainzer Tourismusfonds investieren. Die Entscheidung folgt auf monatelange Debatten darüber, wie der lokale Tourismus gefördert werden kann, ohne die Kosten unfair zwischen Unternehmen und Besuchern zu verteilen.

Der Beschluss fiel nach hitzigen Diskussionen zwischen Stadtvertretern und Branchenverbänden. Ursprünglich war geplant, Beherbergungsbetriebe mit einer Abgabe zu belasten. Doch der massive Widerstand von Organisationen wie dem DEHOGA und der IHK Rheinhessen zwang zu einer Überarbeitung. Nach der neuen Regelung zahlen nun die Übernachtungsgäste – und nicht Hotels oder andere Anbieter – die Gebühr.

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Matthias Sieber-Wagner, Vorsitzender des Mainzer Tourismusfonds, bezeichnete die Mittel als eine „entscheidende Investition“. Gleichzeitig betonte er, dass die Politik bis 2028 die Beherbergungssteuer neu bewerten müsse, einschließlich einer erneuten Prüfung des von der Branche favorisierten Gästebeitragsmodells. Nach dem Scheitern des ursprünglichen Vorschlags sah sich die Stadt gezwungen, zügig Alternativen zu finden.

Die jährlichen 200.000 Euro sollen die Tourismuswerbung stärken. Sieber-Wagner wertete die Zusagen als „deutliches Zeichen der Wertschätzung“ für die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors. Die umgestaltete Abgabe verlagert die Kosten nun auf die Besucher statt auf die Betriebe. Mit den gesicherten Mitteln kann der Tourismusfonds langfristige Projekte zur Steigerung der Besucherzahlen planen. Eine umfassende Überprüfung des Beherbergungssteuersystems steht bis 2028 an.

Quelle