Martina Neusinger gewinnt Sonthofener Stichwahl trotz Briefwahl-Chaos
Claire MühleMartina Neusinger gewinnt Sonthofener Stichwahl trotz Briefwahl-Chaos
Stichwahl in Sonthofen endet mit klarem Sieg für Martina Neusinger – Briefwahl-Panne überschattet Abstimmung
Die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Sonthofen endete mit einem deutlichen Sieg für Martina Neusinger. Doch die Wahl wurde von Problemen mit den Briefwahlunterlagen überschattet, wodurch einige Bürger ihre Stimme nicht abgeben konnten. Wahlleiter Walter Wilhelm nannte die Situation "unglaublich frustrierend".
Martina Neusinger, Kandidatin der Freien Wähler, setzte sich in der Stichwahl mit 63,6 Prozent der Stimmen durch. Ihr Herausforderer Klaus Erbersdobler (CSU) erhielt 36,4 Prozent. Das Ergebnis bedeutet einen klaren Sieg für Neusinger.
Schon vor der Wahl gab es Schwierigkeiten: Mehrere Bürger hatten ihre Briefwahlunterlagen nicht erhalten, andere, die eine Briefwahl beantragt hatten, wurden an den Wahllokalen abgewiesen. Trotz dieser Probleme wurden keine offiziellen Zahlen zur Gesamtzahl der Wahlberechtigten oder der tatsächlich abgegebenen Stimmen veröffentlicht.
Die einzigen verfügbaren Daten zur Wahlbeteiligung stammen aus einer separaten Abstimmung – der Stichwahl um das Amt des Landrats (Kreisverwaltungschef) im Oberallgäu am 22. März 2026. Dort lag die Beteiligung laut Landratsamt Sonthofen bei 50,8 Prozent.
Neusinger wird nun als neue Bürgermeisterin von Sonthofen ihr Amt antreten, nachdem sie die absolute Mehrheit erreichte. Die organisatorischen Mängel bei der Wahl warfen jedoch Fragen zur Zugangsgerechtigkeit auf. Noch ist unklar, ob die fehlenden Briefwahlunterlagen das Endergebnis beeinflusst haben.






