19 March 2026, 12:38

Mecklenburg-Vorpommern drohen 160 Millionen Euro Agrar-Kürzungen durch EU-Pläne

Eine Poster-Karte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz von Bauernmärkten zeigt, die SNAP-Gelder in jedem Landkreis im Jahr 2013 akzeptieren.

Backhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - Mecklenburg-Vorpommern drohen 160 Millionen Euro Agrar-Kürzungen durch EU-Pläne

Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern stehen vor massiven finanziellen Risiken, während die EU-Verhandlungen über Agrarsubventionen an Fahrt aufnehmen. Die Region könnte mehr als 160 Millionen Euro jährlich verlieren, falls die geplanten Kürzungen umgesetzt werden – mit Folgen für über 1.000 Betriebe. Agrarminister Till Backhaus warnt vor schweren Konsequenzen für ländliche Gemeinden, die bereits unter Druck stehen.

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Streitpunkt ist die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU für den Zeitraum 2028–2034. Die Kürzungen würden durch Obergrenzen und gestaffelte Reduzierungen für größere Betriebe zustande kommen und Subventionen in Höhe von Hunderten Millionen Euro streichen. Backhaus betont, dass solche Verluste vor allem kämpfende Höfe hart treffen würden – besonders angesichts der bestehenden Rechtsunsicherheiten bei Düngeregeln.

Aktuelle Gerichtsurteile zur Nitratbelastung haben bei Landwirten Verunsicherung über die Einhaltung der Vorschriften ausgelöst. Backhaus fordert zügige Anpassungen des Düngerechts, um klare Vorgaben zu schaffen. Auf der anstehenden Agrarministerkonferenz wird er sich für Regelungen einsetzen, die rechtlich belastbar und gleichzeitig praxistauglich sind.

In der gesamten EU haben die Verhandlungen tiefe Gräben offenbart. Österreichs Agrarminister Norbert Totschnig plädiert für regionale Kontrolle über Kohäsionsmittel und eine starke Förderung des ländlichen Raums. Die Europäische Kommission hingegen schlägt vor, den Mitgliedstaaten bereits 2026 Zugang zu 45 Milliarden Euro zu gewähren, um Zustimmung für Entwicklungsmaßnahmen zu sichern. Backhaus besteht darauf, dass die GAP die Bedürfnisse der ländlichen Gebiete priorisieren muss, und warnt, dass eine Vernachlässigung die Krise für Landwirte weiter verschärfen würde.

Sollten die Kürzungen tatsächlich kommen, drohen Mecklenburg-Vorpommerns Agrarsektor erhebliche finanzielle Einbußen. Der Minister pocht auf gerechtere Politiken und klarere Düngeregeln. Das Ergebnis der EU-Gespräche wird entscheiden, ob notleidende Betriebe die Unterstützung erhalten, die sie zum Überleben brauchen.

Quelle