25 June 2026, 20:24

Mercedes-Benz will 40-Stunden-Woche einführen – Betriebsrat widerspricht

Mercedes-Benz-Betriebsrat lehnt 40-Stunden-Woche ab

Mercedes-Benz will 40-Stunden-Woche einführen – Betriebsrat widerspricht

Mercedes-Benz steht unter Druck, die Strukturkosten in Deutschland zu senken – die Personalkosten gelten im globalen Vergleich als nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Debatte hat eine Diskussion über Arbeitszeiten und Effizienz in den deutschen Werken des Konzerns ausgelöst.

Martin Brudermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats, plädierte dafür, zur 40-Stunden-Woche zurückzukehren, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Er forderte längere Arbeitszeiten, um die Lohnkosten zu drücken und sich damit an internationale Standards anzupassen.

Ergun Lümali, Chef des Gesamtbetriebsrats, wies den Vorschlag zurück, die Arbeitszeit ohne zusätzliche Bezahlung zu verlängern. Er verwies auf die teilweise unausgelasteten Kapazitäten der deutschen Standorte als Beleg dafür, dass längere Schichten allein das Problem nicht lösen würden. Aktuell arbeiten die Beschäftigten 35 Stunden pro Woche, und es sind keine offiziellen Verhandlungen über eine Änderung geplant.

Da die Tarifverhandlungen in der Verantwortung der IG Metall und der Arbeitgeberverbände liegen, sind direkte Gespräche zwischen den Parteien derzeit nicht möglich. Das Unternehmen sucht stattdessen weiter im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern nach Möglichkeiten, die Effizienz zu steigern.

Der Streit zeigt die Schwierigkeit, Kostensenkungen mit Arbeitnehmerrechten in Einklang zu bringen. Vorerst bleibt es bei der 35-Stunden-Woche. Jede Änderung würde umfassendere Verhandlungen erfordern, die über die aktuellen internen Diskussionen hinausgehen.

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