Mieterbund fordert gerechtere Verteilung der Modernisierungskosten nach Sanierungen
Stefan TrubinMieterbund fordert gerechtere Verteilung der Modernisierungskosten nach Sanierungen
Der Präsident des deutschen Mieterbunds hat die aktuellen Regeln für Mietpreiserhöhungen nach Modernisierungen scharf kritisiert. Axel Gedaschko bezeichnete das System als ungerecht, insbesondere für einkommensschwache Mieter:innen. Er forderte die Bundesregierung auf, die Verteilung der Modernisierungskosten zwischen Vermietern und Mietern grundlegend zu reformieren.
Nach geltendem Recht können Vermieter die vollen Kosten für Gebäudesanierungen in gleichen Raten auf die Mieter umlegen. Gedaschko verwies auf den Fall einer alleinerziehenden Mutter, die als Krankenschwester arbeitet und nur 4,50 Euro Kaltmiete zahlt. Trotz ihres geringen Einkommens muss sie nach einer Sanierung dieselben Zuschläge tragen wie besser verdienende Nachbarn.
Stattdessen schlug er ein gestaffeltes Modell vor: Mieter mit höherem Einkommen sollten einen größeren Anteil der Modernisierungskosten übernehmen. Gedaschko betonte, dass die finanzielle Belastung sich am Einkommen der Haushalte orientieren müsse.
Der Mieterbund-Chef drängte die Ampelkoalition zudem zu zügigem Handeln. Verzögerungen würden sozial schwache Mieter:innen weiter mit unerschwinglichen Kostensteigerungen belasten, warnte er.
Gedaschkos Plan würde die finanzielle Last stärker auf Besserverdiener verlagern. Sollte die Reform umgesetzt werden, könnte dies einkommensschwache Haushalte bei Sanierungsvorhaben entlasten. Eine Reaktion der Bundesregierung auf den Vorschlag steht noch aus.






