Mittelstand in der Krise: Wie globale Belastungen Familienbetriebe wie Heinz Gothe bedrohen
Claire MühleMittelstand in der Krise: Wie globale Belastungen Familienbetriebe wie Heinz Gothe bedrohen
Ein kürzlicher Besuch von CDU-Landesabgeordneten bei der Heinz Gothe GmbH & Co. KG hat die Belastungen deutlich gemacht, denen Deutschlands Mittelstand ausgesetzt ist. Das familiengeführte Unternehmen, das sich auf Edelstahlrohre und komplexe Rohrleitungssysteme spezialisiert hat, besteht seit 1920. Doch nun bedrohen steigende Kosten und globale Instabilität seine Zukunft – und damit auch die Arbeitsplätze, die es sichert.
Vanessa Odermatt, Jochen Klenner und Andreas Pillen trafen sich mit der Unternehmensführung, um zu erörtern, wie die Wirtschaftspolitik lokale Industrien und Beschäftigte besser schützen muss. Die Heinz Gothe GmbH & Co. KG stellt am Standort Rheydt geschweißte Rohre, Formstücke und Industriebehälter her. Das Unternehmen zählt zu den wichtigen Vertretern des deutschen Mittelstands, doch seine Geschäfte geraten zunehmend unter Druck. Explodierende Energiepreise, instabile Lieferketten und wirtschaftliche Unsicherheit schmälern die Produktion, reduzieren die Auftragslage und verzögern Investitionen.
Auch die Belegschaft spürt die Folgen. Hohe Mieten, Transportkosten und Lebensmittelpreise – verbunden mit Sorgen um die finanzielle Absicherung im Ruhestand – verstärken den Druck. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen darum, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, was durch die aktuelle Wirtschaftslage zusätzlich erschwert wird.
Während des Besuchs betonten die Politiker, dass eine starke Wirtschaftspolitik zugleich auch Sozialpolitik sein müsse. Den Schutz von Betrieben wie Heinz Gothe bedeute, Arbeitsplätze, Chancen und die Stabilität der Region zu bewahren. Sie forderten verlässlichere Rahmenbedingungen, niedrigere Energiekosten und weniger Bürokratie, um Unternehmen das Überleben zu ermöglichen und Arbeitsplätze zu sichern.
Die Diskussion zeigte zudem, wie globale Krisen lokale Hersteller besonders hart treffen. Ohne bessere politische Unterstützung stehen familiengeführte Unternehmen und ihre Beschäftigten vor einer ungewissen Zukunft. Der Besuch unterstrich die Notwendigkeit von Maßnahmen, die die konkreten Auswirkungen globaler Krisen auf die heimische Wirtschaft berücksichtigen. Die Heinz Gothe GmbH & Co. KG – wie viele Betriebe des Mittelstands – braucht stabile Bedingungen, um Produktion und Beschäftigung aufrechterhalten zu können. Ohne gezieltes Handeln könnten weiter steigende Kosten und wirtschaftliche Instabilität Arbeitsplätze und Existenzgrundlagen in der Region zusätzlich gefährden.






