17 June 2026, 16:18

Neuwied setzt auf Westerwald-Taunus-Tunnel gegen Güterverkehr im Mittelrheintal

Landrat plädiert für alternative Route im Güterverkehr

Neuwied setzt auf Westerwald-Taunus-Tunnel gegen Güterverkehr im Mittelrheintal

Landkreis Neuwied drängt auf Verringerung des Güterverkehrs im Mittelrheintal

Landrat Achim Hallerbach hat sich kürzlich mit kommunalen Vertretern getroffen, um über Lärmschutzmaßnahmen an der Schienenstrecke und mögliche Alternativrouten zu beraten. Als bevorzugte Lösung zur Umleitung des Güterverkehrs kristallisiert sich der geplante Westerwald-Taunus-Tunnel heraus.

Bei dem Treffen mit Erich Schneider und Rolf Papen ging es vor allem um die Probleme durch Zuglärm und die Notwendigkeit einer neuen Trasse. Hallerbach betonte, das Mittelrheintal sei eine zusammenhängende Region, die nicht auf Koblenz beschränkt sei, und warnte vor den Risiken für das Kulturlandschaftsbild und den Tourismus, falls keine Maßnahmen ergriffen würden.

Der Landrat lehnte Vorschläge ab, die bestehende Nordrhein-Strecke weiter für den Güterverkehr zu nutzen. Stattdessen einigte man sich darauf, dass der Westerwald-Taunus-Tunnel die einzig realistische Alternative darstelle. Hallerbach forderte Bund und Deutsche Bahn auf, sich einzubringen und Gespräche aufzunehmen.

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Für Januar 2024 ist ein Gipfeltreffen in Neuwied geplant, um die Thematik weiter zu vertiefen. Noch vor Jahresende erwartet Hallerbach direkte Verhandlungen mit Bundes- und Landesbehörden. Das Ziel des Landkreises bleibt klar: die Reduzierung des Güterverkehrs im Tal. Der Fokus liegt nun auf den Planungen für den Westerwald-Taunus-Tunnel, wobei man in den kommenden Monaten konkrete Zusagen von übergeordneten Stellen anstrebt.

Quelle