06 May 2026, 01:04

Nouripour kritisiert Deutschlands passive Iran-Politik als gefährliches Signal

Detailierte Karte der iranisch-sowjetischen Grenze mit geografischen Merkmalen und Landesgrenzen sowie begleitendem Text.

Nouripour kritisiert Deutschlands passive Iran-Politik als gefährliches Signal

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und außenpolitischer Experte der Grünen, hat Deutschlands Umgang mit dem Iran scharf kritisiert. Er wirft der aktuellen Strategie vor, das Land lediglich in eine reaktive Rolle zu drängen, statt selbst gestaltend aufzutreten. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit steigender Spannungen aufgrund der iranischen Aktionen in der Straße von Hormus.

Nouripour warnte, dass die jüngsten Angriffe des Iran auf zivile Frachtschiffe in der strategisch wichtigen Meerenge eine gefährliche Grenze überschritten hätten. Die Lage sei nicht länger hinnehmbar, betonte er und forderte eine entschlossenere internationale Reaktion.

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Der Grünen-Politiker rief zudem die europäischen Staaten, die besonders von Teherans Verhalten betroffen sind, auf, in den Verhandlungen eine Führungsrolle zu übernehmen. Statt sich auf breitere diplomatische Bemühungen zu verlassen, sollten die direkt betroffenen Länder eigene Vorschläge einbringen.

In scharfer Kritik an Außenminister Johann Wadephul (CDU) monierte Nouripour, die deutsche Iran-Politik mangele es an Eigeninitiative. Die passive Haltung Berlins habe dem Iran das Gefühl vermittelt, in den Gesprächen die stärkere Position innezuhaben – besonders, nachdem das Regime jüngste innere Herausforderungen überstanden habe.

Nouripour ging noch einen Schritt weiter und stellte sogar den Begriff „Waffenruhe“ in diesem Kontext infrage. Er deutete an, dass die Darstellung der Krise als bewaffneter Konflikt, der einen Waffenstillstand erfordere, dem Iran in den Verhandlungen einen unrechtmäßigen Vorteil verschaffen könnte.

Die Aussagen Nouripours spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit der deutschen Rolle bei der Bewältigung der iranischen Provokationen wider. Sein Appell für europäisch geführte Initiativen unterstreicht die Sorge, dass der bisherige Ansatz die eskalierenden Spannungen nicht einzudämmen vermag. Nun rückt in den Fokus, ob die betroffenen Nationen neue diplomatische Strategien für die Region vorantreiben werden.

Quelle