PGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit modularen Mietimmobilien
Franz-Peter SchachtPGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit modularen Mietimmobilien
PGIM, eine Tochtergesellschaft von Prudential Financial, plant den Einstieg in den deutschen Reihenhausmarkt. Der Schritt markiert einen Wandel im Immobiliensektor des Landes, wo sich große Investoren bisher nur selten auf Einfamilienhäuser konzentriert haben. Das Unternehmen beabsichtigt, in Pendlerregionen um Großstädte herum mit modularen Bauweisen Wohnimmobilien zu entwickeln.
Die Häuser sollen zu geschätzten Kosten von 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter errichtet werden. Nach Fertigstellung werden sie für 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter vermietet, was monatliche Mietkosten von etwa 1.700 bis 1.800 Euro pro Haus ergibt. Im Gegensatz zu klassischen Projektentwicklern will PGIM die Immobilien langfristig vermieten und nicht verkaufen.
Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der der deutsche Immobilienmarkt an Schwung verliert. Entwickler sind zunehmend auf Vorverkäufe angewiesen, um Finanzierungen zu sichern – eine Situation, die institutionellen Anlegern neue Chancen eröffnet. Indem Unternehmen wie PGIM solche Vorverkäufe garantieren, können sie günstigere Einstiegspreise aushandeln.
PGIM setzt dabei auf Speckgürtel mit starker Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Die modulare Bauweise soll die Entwicklung beschleunigen und die Kosten im Griff halten. Damit könnte das Unternehmen zu einem der ersten großen Investoren werden, die den deutschen Markt für langfristige Einfamilienhaus-Vermietungen im großen Stil erschließen.
Der Einstieg von PGIM in den Reihenhaussektor spiegelt tiefgreifendere Veränderungen in der deutschen Immobilienlandschaft wider. Da institutionelle Anleger nun Vorverkäufe absichern, könnten Entwickler leichter an Finanzierungen kommen. Gleichzeitig führt das Vorgehen ein neues Modell für langfristigen Mietwohnraum in Regionen ein, in denen bezahlbare Optionen knapp sind.






