"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg eskaliert mit Pyrotechnik und Festnahmen
Christina Sorgatz"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg eskaliert mit Pyrotechnik und Festnahmen
Über 2.000 Menschen nahmen an der jährlichen Frauent示示kundgebung in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai teil. Die unter dem Motto "Reclaim the Night" bekannte Veranstaltung war von einer angespannten Stimmung geprägt, als die Menge gegen Belästigung und Diskriminierung im öffentlichen Raum demonstrierte. Die Polizei meldete Zwischenfälle, darunter das Abbrennen von Pyrotechnik und das Bewerfen von Beamten mit Gegenständen während des Protests.
Die Kundgebung startete am Kottbusser Damm und zog in Richtung Köpenicker Straße. Die Teilnehmenden trugen Plakate und skandierten Parolen, mit denen sie zu Maßnahmen gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Übergriffe in der Öffentlichkeit aufriefen. Die Organisator:innen beendeten die Veranstaltung etwa zehn Minuten früher als geplant.
Laut Polizeangaben beteiligten sich rund 2.600 Menschen an dem Marsch. Mit einem massiven Polizeiaufgebot – etwa 1.800 Beamte waren im Einsatz – sicherten die Behörden sowohl die Demonstration als auch die Feierlichkeiten zur Walpurgisnacht ab. Im Laufe des Abends verschärfte sich die Lage zusehends: Einige Demonstrierende zündeten Pyrotechnik und warfen Gegenstände auf die Einsatzkräfte.
Die Polizei registrierte vier Fälle von Sachbeschädigung, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Zudem wurde eine Person festgenommen, nachdem sie einen Beamten verbal angegriffen hatte.
Aufgrund der eskalierenden Spannungen endete die Kundgebung vorzeitig. Die Behörden dokumentierten mehrere Vandalismusvorfälle sowie eine Festnahme wegen Beleidigung. Der Protest unterstrich die anhaltenden Sorgen um Sicherheit und Diskriminierung auf Berlins Straßen.






