Regionalverkehr in Deutschland droht massive Streichungen wegen Finanznot
Christina SorgatzRegionalverkehr in Deutschland droht massive Streichungen wegen Finanznot
Deutschlands Regionalverkehr steht vor einer Finanzkrise
Die regionalen Verkehrsnetze in Deutschland sehen sich einer dramatischen Finanzierungslücke gegenüber. Behörden warnen, dass ohne zusätzliche 14 Milliarden Euro bis 2031 Bus- und Bahnverbindungen gestrichen werden müssten. Die aktuellen Zuschüsse in Höhe von 12 Milliarden Euro pro Jahr – mit einer jährlichen Steigerung von 3 Prozent – reichen nicht mehr aus, um den heutigen Serviceumfang aufrechtzuerhalten.
Die Verkehrsministerkonferenz hat nun eine Resolution verabschiedet, in der höhere Regionalisierungsmittel gefordert werden. Die Minister argumentieren, dass das bestehende Budget nicht einmal die Grundversorgung decke und Erweiterungen damit unmöglich seien. Sollten keine neuen Gelder fließen, könnten ganze Zugstrecken komplett entfallen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat bisher keine Zusagen für zusätzliche Mittel gemacht. Er verwies auf den engen Zeitplan als zentrales Hindernis. Unterdessen betonen Verkehrsverbände, dass ohne schnelles Handeln Fahrgäste mit weniger Verbindungen und längeren Wartezeiten rechnen müssten.
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die 16 Bundesländer jährlich 12 Milliarden Euro an Regionalisierungsmitteln erhalten – mit einer festen jährlichen Erhöhung von 3 Prozent. Ohne die geforderten 14 Milliarden Euro bis 2031 scheinen Kürzungen bei Bahn und Bus unvermeidbar. Die Entscheidung liegt nun bei den Bundespolitikern.






