07 May 2026, 18:29

Rekordzahl internationaler Studierender in Deutschland – doch Ausbeutung droht

Logo der Universität Leipzig mit einem lila-gelben Wappen mit einem regal aussehenden Drachen auf einem weißen Hintergrund.

Rekordzahl internationaler Studierender in Deutschland – doch Ausbeutung droht

Deutschland verzeichnet Rekordzahl internationaler Studierender

In diesem akademischen Jahr hat Deutschland mit über 402.000 eingeschriebenen Studierenden im Wintersemester 2024/25 einen neuen Höchststand bei internationalen Studierenden erreicht. Fast 60.000 von ihnen stammen aus Indien und bilden damit die größte Gruppe ausländischer Studierender im Land. Doch mit dem Anstieg gehen auch Bedenken hinsichtlich ausbeuterischer Praktiken einher, die sich gegen diese wachsende Gruppe richten.

Indische Studierende sind besonders gefährdet und werden häufig Opfer skrupelloser Vermittlungsagenturen, die in einer rechtlichen Grauzone operieren. Diese Agenturen verdienen daran, Studierende nach Deutschland und andere Zielländer zu lenken – oft mit trügerischen Versprechungen.

Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), hat sich öffentlich gegen solche Praktiken ausgesprochen. Er warnt Hochschulen davor, mit derartigen Agenturen zusammenzuarbeiten, und kritisiert bestimmte private Bildungseinrichtungen in Berlin, die fragwürdige Studiengänge anbieten. Zudem hinterfragt Mukherjee, warum einige staatlich anerkannte Hochschulen weiterhin akkreditierte, aber qualitativ minderwertige Studienprogramme anbieten.

Seine Forderungen nach strengeren Kontrollen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Zahl der internationalen Studierenden weiter steigt – und damit der Bedarf an besserem Schutz vor Ausbeutung im Hochschulbereich.

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Der starke Zuzug ausländischer Studierender, insbesondere aus Indien, hat regulatorische Lücken und mangelnde Aufsicht offengelegt. Mukherjees Warnungen unterstreichen die Risiken, die von unkontrollierten Vermittlungsagenturen und minderwertigen Studienangeboten ausgehen. Die Behörden könnten nun unter Druck geraten, die Vorschriften zu verschärfen, um die Interessen der Studierenden zu wahren.

Quelle